
Dezember, Neuland Sitzung. Wo werden wir heute gewohntes Terrain verlassen? Martin Fenkart erzählt von seinem Treffen mit Markus Weimer. Markus ist Dekan des Evangelischen Kirchenbezirks Konstanz. Die Aufbrüche der Church of England sind ihm ein wichtiger Impulsgeber für seine Arbeit als leitender Verantwortlicher und für die strategischen Fragen im Dekanat Konstanz. Das beschäftigt auch uns.
Klingt doch interessant, nicht wahr? Dann kommt´s: eben, weil dem Dekan die Ehrenamtsqualifikation so ein großes Anliegen ist, hat er sich mit der Uni Freiburg, konkret mit dem Zentrum für Glaube und Gesellschaft vernetzt und jede Menge Energie darauf verwendet, dass der bestehende Lehrgang „Grundfragen christlicher Existenz“ weiterentwickelt und durch Vertiefungsmodule ergänzt wird. In Glaubenskommunikation, Glaubensbildung, Seelsorge und Diakonie werden die Studierenden sich praxisnahe Fähigkeiten aneignen. Pfr. Markus Weimer sagt dazu: „Der neue MAS-Kurs «Ecclesial Empowerment» wird viel Veränderung in unseren Kirchenbezirk und unsere gesamte Kirche bringen.“
Hier findest du einen kurzen Teaser und genauere Erklärungen.
Ich dachte mir: „Das könnte ein echtes Lernerlebnis werden,“ und so habe ich mich beworben. Kurz vor Weihnachten kam die Zusage und ich war angemeldet. An den Erfahrungen der nächsten Monate möchte ich dich gerne teilhaben lassen.
Überlingen, Jugendherberge direkt am See: Nach und nach treffen Teilnehmende ein, es nimmt kein Ende und es kommen immer noch mehr Menschen. Insgesamt sind wir rund 70 neue Studierende. Die Gruppe ist ganz bunt gemischt. Der Studiengang ist ökumenisch angelegt, viele Teilnehmende sind aus der Schweiz, einige aus Deutschland und ich bin die Quotenösterreicherin.
Die Dozent:innen erlebe ich sehr inspirierend. Sie kombinieren tiefgehendes Fachwissen mit einer spürbaren Leidenschaft für ihr Thema. Jede Session ist klar strukturiert und theoriegetränkt. Die Ergänzungen der anderen Dozent:innen - die zum Teil das ganze Wochenende anwesend sind - strotzen vor Relevanz – zwinker, zwinker - der Umgangston ist offen, ermutigend und humorvoll. Alle Fragen werden aufgegriffen, Diskussionen angeregt, und komplexe Inhalte werden mit anschaulichen Beispielen erklärt, sodass selbst schwierige Inhalte greifbarer werden. Die Motivation der Dozent:innen ist ansteckend. Ich merke sofort, dass sie die Teilnehmenden weiterbringen wollen – und das pusht zusätzlich.
Geistlich sind die Tage in die Tagzeitenliturgien eingebettet. Morgen-, Mittags-, Abend- und Nachtgebet sind so selbstverständlich, dass es schon fast unheimlich ist. Neue Feierformen und Traditionen unter einen Hut zu bringen gelingt. „Chapeau!“ Ich bin sehr bereichert, erfüllt und berührt von der spirituellen Tiefe in Resonanz auf das theologische Wissen, das vermittelt wurde.
Manche kleine theologische Diskussion wird abends beim Bier oder Wein geführt. Das ist ja auch ein weiteres Ziel des Lehrgangs, neben einer pastoralen Praxisbegleitung unserer Tätigkeiten in Haupt- und Ehrenamt. Die Sprachfähigkeit über den Glauben und die Theologie aufbauen, ausbauen und üben… gaaanz viel üben.
Du bist neugierig, wie´s weitergeht? Ich auch.
Bleiben wir verbunden und bis bald
Manuela Gangl
Teamleiterin Ehrenamt und Glaube