
Ende Mai starten wir eine Befragung unter unseren Ehrenamtlichen.
Gelebte Nächstenliebe ist eine der großen Stärken unserer Pfarren. Das hat vor einigen Jahren unser Markenprozess "Stärkenkompass" ergeben. Tag für Tag besuchen Ehrenamtliche einsame Menschen, begleiten Kranke, unterstützen Familien in Not, organisieren Nachbarschaftshilfe oder schaffen Orte der Begegnung. Vieles davon geschieht still im Hintergrund – und verdient gerade deshalb besondere Aufmerksamkeit.
Nicht zufällig trägt dieses Projekt den Namen „Frassati-Befragung“. Namensgeber ist Pier Giorgio Frassati (1901–1925), der für einen Glauben stand, der nicht bei Worten stehen blieb. Er suchte die Nähe zu Menschen in Not und zeigte, dass christlicher Glaube dort sichtbar wird, wo Menschen füreinander da sind.

Mit der „Frassati-Befragung zur gelebten Nächstenliebe“ möchten das Netzwerk Neu.Land! und die Pfarr-Caritas zuhören und besser verstehen. In den kommenden Wochen finden rund 40 Gespräche mit Ehrenamtlichen aus allen Regionen Vorarlbergs statt. Dabei geht es um ihre Erfahrungen, ihre Motivation, die Herausforderungen ihres Engagements und die Frage, was sie in ihrem Dienst im Bereich Diakonie - Nächstenliebe stärkt.
Papst Leo XIV. erinnert uns mit seinem Aufruf „Setzt eure Ohren in euer Herz“ daran, dass christliches Handeln mit aufmerksamem Zuhören beginnt. Genau darum geht es in dieser Befragung: zuzuhören, voneinander zu lernen und gemeinsam zu entdecken, wie Gottes Liebe heute konkret sichtbar wird.
Die Ergebnisse werden im Herbst gemeinsam mit dem Bereich „Ehrenamt und Glaube“ ausgewertet. Ziel ist es, gute Initiativen sichtbar zu machen, Menschen zu vernetzen und neue Impulse für Pfarren und Seelsorgeräume zu gewinnen.
Wer sich im Bereich Soziales Engagement, Diakonie oder gelebte Nächstenliebe engagiert, ist herzlich eingeladen, seine Erfahrungen mit uns zu teilen. Jede Geschichte und jede Idee inspiriert, die Kultur der gelebten Nächstenliebe in unserer Diözese weiter zu stärken. Schreiben Sie einfach an: Martin Fenkart