In der frühen Christentumsgeschichte gab es Frauen, die als Missionarinnen, Diakonissen oder sogar als Apostelinnen (Junia, im Römerbrief) wirkten. Doch im Laufe der Jahrhunderte wurden ihre Rollen zunehmend auf unterstützende Funktionen beschränkt.
Ein kirchliches Leben wäre ohne den Einsatz von Frauen jedoch undenkbar. Sie gestalten und sie sind Kirche. Sie arbeiten haupt- und ehrenamtlich in allen kirchlichen Handlungsfeldern von Pastoral und Caritas, in Forschung und Bildung, Medien, Diözesanverwaltungen, Verbänden und Gremien.
Gott hat allen Menschen die gleiche Würde verliehen – daraus muss auch in der Kirche Gleichberechtigung folgen. Frauen sollen die volle Teilhabe in Kirchenleitung, Verkündigung, theologischer Wissenschaft und Gottesdiensten erfahren.
Wir brauchen eine partnerschaftliche Kirche und einen gleichberechtigten Zugang von Frauen zu allen Sakramenten und Ämtern der Kirche. Die Frage nach Geschlechtergerechtigkeit ist eine wesentliche Zukunftsfrage der Kirche.