16 Studierende übernehmen die Kirchen von Nofels
16 Studierende übernehmen in den nächsten Tagen die beiden Kirchen von Nofels. Am Freitag, den 28. August, haben sie ihre Zelte dort aufgeschlagen. Mit Sack und Pack sind sie aus Vorarlberg, anderen Teilen Österreichs, Deutschland und der Schweiz angereist, um den beiden wunderbaren Kirchen von Nofels eine Woche lang auf den Zahn zu fühlen.
Gemeinsam mit der Pfarre wollen sie Konzepte und Ideen entwickeln, wie beide Kirchen als Sakralräume erhalten bleiben, sich gleichzeitig öffnen und dabei ihren jeweils einzigartigen Charakter bewahren können.
Beide Kirchen sollen auch in Zukunft für Gottesdienste und pfarrliche Aktivitäten genutzt werden. Gleichzeitig sollen sie sich für neue Partner und Nutzungen öffnen. Die Idee dahinter: Die Kirchen sollen weiterhin offene Räume bleiben – Räume, die allen Menschen zugänglich sind und in denen man sich aufhalten kann, ohne etwas konsumieren zu müssen. So, wie es Kirchen seit Jahrhunderten sind.
Dabei darf auch die wirtschaftliche Situation nicht aus den Augen verloren werden. Wie kann ein solcher Spagat gelingen? Welche Möglichkeiten gibt es? Und wo liegen die Grenzen dessen, was ein Sakralraum verträgt?
Architektur trifft Theologie, Kunst und Sozialraum
Dieser schwierigen und zugleich heiklen Aufgabe stellen sich die Studierenden aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen. Architektur, Theologie, Geschichte, Licht, Kunst und Sozialraum kommen zusammen und bringen ihre jeweiligen Perspektiven ein.
Sie untersuchen die beiden Kirchen, loten den Sakralraum aus und entwickeln neue Denk- und Möglichkeitsräume. Dabei geht es nicht nur darum, was möglich ist, sondern auch darum, wo Grenzen liegen. Wie weit kann sich ein Sakralraum öffnen, ohne seinen besonderen Charakter zu verlieren? Welche neuen Formen der Nutzung sind denkbar? Und wie können Tradition und Zukunft miteinander verbunden werden?
Es wird diskutiert, beobachtet, analysiert, ausprobiert und gemeinsam gedacht. Die beiden Kirchen werden für acht Tage zu Arbeits- und Denkräumen – und damit selbst zu einem Teil des Forschungsprozesses.
Der Auftakt ist gelungen
Der Auftakt scheint jedenfalls gelungen zu sein. Die Studierenden sind begeistert und freuen sich auf die kommenden acht Tage, in denen sie beide Kirchen ganz für sich in Beschlag nehmen und sich intensiv mit ihnen auseinandersetzen werden.
Und wir sind schon sehr gespannt auf ihre Ergebnisse!
Bis dahin werden wir immer wieder berichten, was sich in und rund um die beiden Kirchen von Nofels tut.