Durch den Abend führten Lukas Keiler und Magdalena Scherer, die mit viel Gespür durch das Programm moderierten. Als Gesprächsgäste waren Bischof Benno Elbs sowie Jaro Rogner (17), Schüler und damit sinnbildlicher Vertreter der Jugend, mit dabei.
Die „Hot-Spot-Talks“ sind eine offene Veranstaltungsserie, organisiert von engagierten jungen Menschen aus der Region gemeinsam mit der Berufungspastoral der Diözese Feldkirch.
Party?
Inhaltlich wurde es direkt: Kann man als Christ Alkohol trinken? Die klare Haltung der Talkgäste: ja – solange keine Grenzen überschritten und andere nicht verletzt werden. Für Bischof Benno steht dabei im Vordergrund, dass es bei Feiern um Gemeinschaft und Freude geht. „Bei allem was ich tue, soll ich meinem Gegenüber mit Respekt begegnen“, betonte er. Entscheidend sei nicht Perfektion, sondern wie man mit Fehlern umgeht.
Ist Christ sein cool?
Jaro brachte die Perspektive eines Jugendlichen ein: „Christ sein ist cool, weil man immer jemanden an seiner Seite hat.“ Besonders hob er die Bedeutung der Beichte hervor: Sie sei „topaktuell“, ermögliche einen Neustart und bleibe ein wichtiger Bestandteil des Glaubens.
Ist die Kirche alt?
Auch die Rolle der Kirche wurde kritisch und konstruktiv diskutiert. In Kleingruppen tauschten sich die Jugendlichen zu verschiedenen Aussagen aus – etwa zur Frage, ob junge Menschen in der Kirche ausreichend mitbestimmen können. Ein Vertreter der Katholischen Jugend und Jungschar Wolfurt widersprach klar: „Wir dürfen in der Kirche viel mitbestimmen.“ Gleichzeitig wurde deutlich: Es braucht zeitgemäßen Religionsunterricht und Angebote, die Jugendliche wirklich ansprechen.
Ein zentrales Thema des Abends war die Frage nach Gemeinschaft. „Alleine glauben kann man nicht – es braucht die Gemeinschaft“, so Bischof Benno. Gleichzeitig ermutigte er dazu, persönliche Wege zu finden, um mit Gott in Beziehung zu treten.
Wer trinken kann, der kann auch …
Auch humorvolle Momente durften nicht fehlen. Auf die Frage, ob man mit Kater in die Kirche zum Ministrieren gehen dürfe, antwortete der Bischof augenzwinkernd: Solange keine Fremdgefährdung bestehe – „geh ministrieren“.
Zum Abschluss wurde es noch einmal persönlich: Was gibt Hoffnung? Für Bischof Benno ist klar, dass Gott ein verlässlicher Begleiter ist: „Ich kann mich in seiner Hand sicher fühlen – wir werden immer Lösungen finden.“ Jaro ergänzte: „Am Glauben kann ich mich festhalten, aber auch Familie und Freunde geben mir Halt.“
Der Abend klang sportlich aus: Beim gemeinsamen Public Viewing des Spiels Österreich gegen Spanien wurde mitgefiebert – mittendrin auch Bischof Benno.