„Mein Sohn ist jetzt im zehnten Schuljahr. Nun steht die Entscheidung an, wie es für ihn weitergeht.“ Mit dieser Frage kam eine Mutter zum MitMach-Tag des Caritas-Angebots Kompass nach Bludenz. Damit war sie nicht allein. Zahlreiche Jugendliche, Eltern, Unternehmen und Interessierte nutzten die Gelegenheit, um Einblicke zu gewinnen, Erfahrungen auszutauschen und neue Perspektiven kennenzulernen. Das Lösungswort der Rallye „Wegweiser“ griff damit ein Thema auf, das viele Besucher:innen beschäftigte.

Eine, die beim MitMach-Tag von ihren Erfahrungen berichtete, ist Lea Huber. Bis sie ihren jetzigen Platz in der Arbeitswelt fand, probierte sie verschiedene Praktika und Schnupperstellen aus. Heute arbeitet sie seit sieben Jahren in einem Handelsunternehmen in Feldkirch. „Seit dem ersten Tag hier gefällt mir mein Arbeitsplatz“, erzählt sie. Begleitet wird sie dabei von ihrer persönlichen Assistentin Angelika Marte. „Lea hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Sie ist viel selbstständiger und selbstbewusster geworden“, berichtet sie. Besonders freut beide, dass Lea längst ein fester Teil des Teams ist. „Ich bin bei jedem Firmen-Event dabei und habe viele Kolleginnen, mit denen ich mich gut verstehe.“ Leas Geschichte zeigt, was die beiden Caritas-Kompass Angebote Qualifizierung und Assistenz erreichen möchten: Menschen mit Behinderungen dabei zu unterstützen, ihre Stärken zu entdecken und einen Arbeitsplatz zu finden, der zu ihnen passt. Gleichzeitig wird sichtbar, wie Unternehmen von professioneller Begleitung und langfristiger Unterstützung profitieren können.

Gerade die Gespräche mit den Jugendlichen wurden von vielen Besucher:innen des MitMach-Tages besonders geschätzt. „Direkt mit den Jugendlichen zu sprechen, gibt einen tollen Einblick, was Kompass wirklich bietet“, so eine Besucherin. Auch Elisabeth Wäger, Lehrerin an der Schule im Park in Bludenz, nahm viele Eindrücke mit: „Der MitMach-Tag zeigt mögliche Zukunftsperspektiven auf. Man bekommt ein Gespür dafür, wie es praktisch abläuft. Das ist viel mehr als reine Information.“
Und genau darum ging es bei diesem Tag wie Raphael Barwart, Stellenleiter des Kompass-Angebots betont: „Die persönlichen Gespräche machen oft den entscheidenden Unterschied. Sie schaffen Verständnis und zeigen auf, was möglich ist.“
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