Das Musical über das Leben und Sterben des Heiligen Fidelis von Sigmaringen und dem Feldkircher Stadtpatron zeichnet den Lebensweg eines außergewöhnlichen Menschen nach. Er war Anwalt der Armen und Streiter für seinen Glauben.

Einfach leben war dem gebürtigen Markus Roy – besser bekannt als Fidelis - nicht genug. Er suchte mehr. Heuer jährt sich der Todestag des hl. Fidelis von Sigmaringen zum 400sten Mal. Bis heute fasziniert und polarisiert das Leben des heiligen Fidelis von Sigmaringen. Wie also umgehen mit einem Heiligen, der als Märtyrer der Gegenreformation etabliert wurde? Dieser Frage geht „Fidelis – das Musical“ nach. Dabei kann es keine einfachen Antworten geben, oder doch? Ist es möglich in dem Heiligen, der für das trennende der christlichen Konfessionen steht, etwas Verbindendes zu sehen? In 17 Bildern präsentieren der Komponist Wolfgang Klockewitz und der Texter Helmut Schlegel, wie man Geschichte auch denken kann, ohne sie zu verbiegen. Dabei schafft der Text von Helmut Schlegel den Spagat zwischen historischer Präzision und künstlerischer Freiheit. Der Jazzrock des Komponisten Wolfgang Klockewitz bildet das Fundament für einen mitreißenden Musicalabend.  

Historie mit Bezug zur Gegenwart

Durch das Programm führen zwei Personen: eine Chronistin, dargestellt von Miriam Schumacher, und ein Narrenkönig, verkörpert von Bruno Hamm. Die Chronistin präsentiert zunächst die historischen Fakten. Der Narrenkönig, eine Figur der Sigmaringer Fasnet, zweifelt aber immer wieder am Erzählten, zieht Parallelen in die Gegenwart. Auf der einen Seite entthront er Fidelis, auf der anderen Seite macht er ihn gerade dadurch menschlich. Hauptdarsteller des Markus Roy/Fidelis ist der Reutlinger Musicaldarsteller Fabian Brandt

Bruno Hamm, Kirchenmusiker in Sigmaringen und Produzent des Musicals, erzählt: „Ich hatte bereits vor vier Jahren die Idee ein Musical umzusetzen. Nachdem Wolfgang Klockewitz für die Musik und Helmut Schlegel für den Text mit im Boot waren, musste zunächst der Rahmen abgesteckt werden“, betont der Musiker: „Es sollte kein reines Historienspiel werden. Auf jeden Fall brauchte es einen Chor“, das war dem Allrounder klar und noch etwas war wichtig: „Lokale Bezüge sollten gegeben sein und das Stück dennoch auch außerhalb von Sigmaringen funktionieren.“ Da war es ein Glück, dass Nadja Kiesewetter als Regisseurin gewonnen werden konnte, die wie Texter und Komponist einen großen Einfluss auf die schlussendliche Gestalt und die ebenso aufwändige, aber unaufdringliche technische Umsetzung des Bühnenbildes der Firma BildundTon, hatte. Bruno Hamm koordinierte zudem alle Gewerke und studierte den Chor ein. Sein Wunsch für die letzte vorerst letzte Aufführung am 2. Juli in Feldkirch: „Ich freue mich, wenn viele VorarlbergInnen den Weg ins Montforthaus finden. Das Musical ist für jeden eine Bereicherung!“

Fidelis - das Musical

2. Juli, 19 Uhr
Montforthaus Feldkirch
Tickets: 20 Euro; ermäßigt 12,00 Euro (Kinder, Jugendliche und SeniorInnen)