Das war nur eine der vielen Fragen, die Bischof Abraham Desta bei seinem Vorarlbergbesuch den Schülerinnen und Schülern des Bundesgymnasiums Rebbergasse in Feldkirch beantwortete. Das Engagement der Schüler/innen beschränkt sich übringens nicht aufs Fragen - sie helfen mit und unterstützen das Caritas-Projekt "Zukunft ohne Hunger".

Was essen die Kinder in Äthiopien? Wann fängt die Schule dort an und Was lernen sie dort? Aber auch: Haben Kinder dort Aids? Was passiert mit den Spenden? - Ganz unbefangen stellten die Schüler/innen der 2c des Bundesgymnasiums Rebberggasse ihre Fragen. Und Bischof Abraham Desta aus Äthiopien antwortet ihnen. Er ist einer der wichtigsten Partner der Caritas im Ringen gegen die Hungerkatastrophe in der Diözese Meki.

Bischofsbesuch in der Schule

Für den "Zukunft ohne Hunger"-Kongress, der kommende Woche in Wien stattfinden wir,  nach Österreich gereist, nutzte Bischof Abraham seien Österreich-Aufenthalt auch, um sich mit Vorarlberger Schüler/innen, die sich für die Aktion "Zukunft ohne Hunger" engagieren, auszutauschen - wie zum Beispiel mit den Schülerinnen und Schülern der 2c Klasse des Bundesgymnasiums Rebberggasse in Feldkirch.

Zusammen mit seinem Team und der Caritas arbeitet Bischof Abraham Desta seit Jahren intensiv am Aufbau nachhaltiger Programme. Die besseren Bewirtschaftung der Äcker durch Bewässerung, die Verbesserung der Bodenqualität der Felder oder die Gründung von Genossenschaften der Getreidebauern sind nur einige Ansätze, die Öthiopien eine Zukunft ohne Hunger sichern sollen.

"Ich bin hier, um den Menschen ein Gesicht zu verleihen"

Die Lebensumstände der Menschen vor Ort nachhaltig zu verbessern, das sei sein Auftrag, erklärte er den Jugendlichen. Offen antwortete er auf die Fragen der Schüler wie zum Beispiel wenn Theresa wissen will, was mit den Spenden geschah, als die große Dürre die Hungersnot in Äthiopien auslöste. „Wir haben das Geld genutzt, damit die Menschen überhaupt etwas zu essen bekommen und nicht verhungern mussten“, berichtete er den interessierten Schülern. „Ich bin sozusagen stellvertretend für meine Landsleute hier, um den Menschen meiner Heimat ein Gesicht zu verleihen“, sagt er lächelnd. „Der Austausch mit der Caritas, wie auch die Tatsache, dass immer mehr Menschen das gleiche Verständnis haben, wie gemeinsam Veränderungen für eine bessere Zukunft möglich gemacht werden können“, bedankt sich Bischof Desta bei den Schülerinnen und Schülern, seinen Teams, der Caritas Vorarlberg und den vielen Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern, die mit ihren Spenden dazu beitragen, den Hunger in Meki zu stillen.

Schüler/innen engagieren sich

Und das Engagement der Schülerinnen und Schüler, das endet nicht mit dem Besuch des Bischofs. Im Juni werden sie zusammen mit ihrem Religionslehrer Hans Pruckner bei der Caritas-Kampagne „Zukunft gegen Hunger“ teilnehmen  und Brot verkaufen. Ein Teil des Erlöses aller verkauften Brötchen geht zurück in die Region Meki. Dorthin, wo die Menschen hungern.

 

 

Was denkst du über die Aktion „Zukunft ohne Hunger“ und warum machst du mit?


Josef Gohm Caritas Aktion Zukunft ohne HungerJosef Gohm, 12 Jahre,  Frastanz
Ich finde die Aktion sehr gut, und es ist wichtig, dass viele mitmachen und erfahren, wie es den Menschen in Äthiopien geht. Die Kinder leiden an Hunger. Durch die Hilfe bekommen sie wenigstens in der Schule ein warmes Essen. Es ist ungerecht, wenn wir nicht helfen. Wir können Geld spenden, Flyer verteilen und an Aktionen wie dem Brotverkaufen teilnehmen.

 

 

 


heresa Kriss Caritas Aktion Zukunft ohne HungerTheresa Kriss, 12 Jahre Rankweil
Ich finde es gut, dass die Caritas den Bischof in Meki unterstützt und wir Schüler uns an der Kampagne gegen Hunger beteiligen. Ich lerne, wie Menschen in anderen Ländern leben, das bekommt man sonst nicht so mit. Die Kinder müssen dort arbeiten, nur wenige können in die Schule gehen. Die Menschen in Äthiopien leiden an Hunger, das ist ungerecht. Und wir werfen hier soviel weg. 

 

 

 


Fiorella De Pieri Caritas Aktion Zukunft ohne HungerFiorella De Pieri, 12 Jahre Rankweil
Der Besuch von Bischof Abraham war cool! Er hat unsere Fragen beantwortet. Ich finde, jeder kann etwas machen und mithelfen, dass es den Menschen in Äthiopien besser geht. Deswegen mach ich auch gerne bei der Aktion mit. Ein Mitarbeiter der Caritas war vorher bei uns und hat das Projekt vorgestellt. Ich freue mich jetzt auf den Brotverkauf.

 

 

 

Zukunft ohne Hunger

Die Kampagne Zukunft ohne Hunger vernetzt sich mit vielen Partnern und Partnerinnen im In- und Ausland. Ab dem 1. Juni beteiligen sich wieder 22 Bäckereien mit insgesamt über 70 Filialen an der Aktion „Dabo – Brot für eine Zukunft ohne Hunger“. Alle Bäckereien, die mitmachen, spenden 20 Prozent des Verkaufserlöses des Dabo-Brotes für die Umsetzung nachhaltiger Projekte und Programme gegen den Hunger.

 

Dabo-Brot kann in folgenden Bäckereien gekauft werden: Bäck Mathis, Hohenems, Bäcker im Rohrbach, Dornbirn, Bäckerei Begle, Bludenz, Bäckerei Breuss, Rankweil, Bäckerei Egle, Koblach, Bäckerei Fenkart, Hohenems, Bäckerei Fetz, Schwarzenberg, Bäckerei Fink Anton, Hörbranz, Bäckerei Gunz, Hörbranz, Bäckerei Hofer, Lustenau, Bäckerei Huber, Alberschwende, Bäckerei Schertler, Feldkirch, Bäckerei Kloser, Bregenz, Bäckerei Künz, Andelsbuch, Bäckerei Natter, Lingenau, Bäckerei Schnell, Feldkirch, Bäckerei Spiegel Dornbirn, Bäckerei Walter, Klaus, Bäckerei Wund, Lustenau, Plazibäck, Götzis, Schwanenbäckerei Fiitz, Wolfurt, Walters Brotlädele, St. Anton i. M. . Zudem dabei: Ländle Gastronomie im Landhaus und der FH Dornbirn



Mehr Infos und Aktivitäten unter

www.caritas-vorarlberg.at

www.facebook.com/ZukunftohneHunger





Von Veronika Fehle veröffentlicht am 25.05.2012

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