
"Die Tage auf dem Fahrrad sind für mich eine gute Gelegenheit, dankbar auf meine bisherige Aufgabe zurückzublicken und mich innerlich auf den neuen Dienst als Provinzial vorzubereiten", so Rinderer und betonte im Vorfeld seiner Amtseinführung besonders den Auftrag der Salesianer Don Boscos in der Jugendarbeit und Seelsorge. "Beides ist gerade in diesen unsicheren Zeiten wichtig und wertvoll. In allen Don Bosco Einrichtungen sollen eine herzliche Aufnahme, qualitätsvolle Bildung, lebensnahe Spiritualität und eine fröhliche Gemeinschaft spürbar sein." Als Provinzial wolle er die Salesianer, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Don Bosco Einrichtungen sowie die zahlreichen jungen Menschen begleiten und stärken, hieß es.
Die im Rahmen der Radtour und Amtseinführung gesammelten Spenden werden der Jugendarbeit der Salesianer Don Boscos im Flüchtlingscamp Palabek im Norden Ugandas zugutekommen, informierte der Orden. Im Camp leben vorwiegend geflüchtete Menschen aus dem benachbarten Südsudan. Die Salesianer bieten Kindern und Jugendlichen in Palabek Bildung, Freizeitangebote, seelsorgliche Begleitung und Unterstützung bei der Gestaltung einer selbstbestimmten Zukunft. Vor Ort ist der österreichische Salesianerbruder Peter Jirak tätig.
In Thüringerberg aufgewachsen
Peter Rinderer wurde am 30. Oktober 1986 in Feldkirch geboren und wuchs in Thüringerberg auf. Schon früh kam er mit den Salesianern in Kontakt. Nach der HTL-Matura wurde er Freiwilligenhelfer in einem Jugendzentrum der Salesianer in Tijuana in Mexiko. Er absolvierte das Noviziat in Pinerolo (Italien) und legte 2009 seine ersten Gelübde ab. Am 1. Juli 2018 folgte die Priesterweihe. Mehrere Jahre begleitete er bei "VOLONTARIAT bewegt" junge Erwachsene, die als Freiwillige in Don-Bosco-Projekten weltweit tätig sind. Seit 2019 leitet er das Schülerheim Don Bosco Fulpmes und unterrichtet an der HTL Fulpmes. Von 2021 bis Sommer 2025 engagierte er sich zusätzlich als Jungschar- und Jugendseelsorger der Diözese Innsbruck. Seit 2022 ist er außerdem im Provinzrat tätig.
Der Orden
Weltweit sind rund 14.000 Salesianer Don Boscos für und mit Jugendlichen unterwegs. In 136 Länder setzen sie sich laut Statuten im Sinne ihres Gründers für Kinder und Jugendliche am Rande der Gesellschaft ein, in Jugend- und Ausbildungszentren, Schulen und Universitäten sowie in der Pfarrseelsorge - "überall dort, wo sie jungen Menschen im Geist Don Boscos nahe sind und ihnen als Erzieher und Seelsorger Lebens- und Glaubenshilfe anbieten können", heißt es seitens der katholischen Ordensgemeinschaft.
Auch in Österreich setzen sich 44 Salesianer gemeinsam mit rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie zahlreichen Ehrenamtlichen für junge Menschen ein. Sie betreiben u. a. Schulen, Kindergärten, Jugendzentren und Wohnheime und bieten Bildungs-, Freizeit- und Seelsorgeangebote. Überdies unterstützen Organisationen wie das Don Bosco Sozialwerk, Volontariat bewegt, Don Bosco Volunteers und die Don Bosco Mission Austria junge Menschen und Projekte in Österreich und weltweit.
(Red./kathpress.at)




