Zum Weiterdenken

Der Garten als Ort der Auferstehung

Es ist das Grab Jesu, das Maria von Magdala am Ostermorgen in den Garten führt: "Am ersten Wochentage aber kommt Maria von Magdala in aller Frühe, als es noch dunkel ist, an das Grab" (Joh 20,1) ... Voller Sehnsucht schaut sie weinend hinein in das Grab. Und es mögen die Augen der Liebe sein, die Maria das sehen lassen, was sie sieht: nämlich "zwei Engel in Weiß da sitzen, - dort wo Jesu Leib lag". (Im Gegensatz zu Maria sehen weder Petrus noch der geliebte Jünger die beiden Engel. Das einzige, was sie "schauen" sind Leinentücher ...)

Es scheint, wie wenn die beiden Engel im Gartengrab Maria daran erinnern, dass dieser Jesus, der am Kreuz starb und hier begraben wurde, noch immer "der Weg, die Wahrheit und das Leben" ist.
Und dass sie hier, im Garten, nicht am Ort des Todes, sondern am Tor zum Weg des Lebens steht ... weiterlesen »

(Christiane Koch in „Dein Wort – mein Weg“)

Du bist der Auferstandene. Du bist unsere Auferstehung.

Die Erniedrigten
werden genannt werden: die Erhöhten
Denen, die keinen Ort hatten,
wird man zurufen: o ihr Heimkehrer!
Die Gebeugten, die Finsteren
werden heißen: die Tanzenden.

Den Schweigenden und Verbitterten
wird man zuklatzschen: seht die Singenden!
Die Belasteten und Beladenen
erhalten den Namen: die Lachenden.
Und die im Todesschatten wanderten:
die Getragenen, die Behüteten.

Die Gestorbenen
wird man nennen: die Erwachten
oder auch: die Neugeborenen.

(Joop Roeland)