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Warum ist Synodalität gerade heute so wichtig?

In der heutigen Zeit steht die Kirche vor vielfältigen Herausforderungen – Vertrauensverlust, gesellschaftliche Umbrüche, globale Krisen. Papst Franziskus war überzeugt, dass die Antwort darauf eine synodale Kirche ist. Bereits 2015 sagte er: „Es ist dieser Weg der Synodalität, welcher der Weg ist, den Gott von der Kirche im dritten Jahrtausend erwartet“.

Synodalität weckt Hoffnungen auf Erneuerung und Reform, denn sie bedeutet: Wir gehen nicht allein, sondern Laien, Priester, Bischöfe – die ganze Kirche – hören gemeinsam auf den Heiligen Geist und aufeinander. Franziskus formulierte es zugespitzt so: Die Kirche ist entweder synodal – oder sie ist keine Kirche. Eine synodale Kirche verstärkt die Gemeinschaft und das Vertrauen untereinander und wird so auch glaubwürdiger in ihrer Sendung. Synodalität ist dabei keine „Modeidee“ oder rein organisatorische Frage, sondern „eine geistliche Haltung, die uns lehrt, im anderen ein kleines Wort Gottes zu erkennen“. Indem wir wirklich miteinander sprechen und einander zuhören, kann die Kirche offen und lernbereit auf die Zeichen der Zeit reagieren – und ihrem Auftrag treu bleiben, das Evangelium in einer veränderten Welt zu verkünden.

 

Papst Franziskus und die Weltsynode: ein neuer Stil für die Kirche

 

Mit Papst Franziskus hat die Synodalität neuen Auftrieb bekommen. Er hat 2021 die gesamte katholische Kirche auf einen weltweiten synodalen Prozess geschickt. Das Thema lautet „Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe und Mission“.

 

Diese drei Stichworte zeigen, worauf Franziskus besonderen Wert legt:

  • Gemeinschaft (Communio) – ein Miteinander in Einheit und Vielfalt
  • Teilhabe (Partizipation) – die aktive Beteiligung aller Getauften
  • Mission – die Ausrichtung der Kirche nach außen, um den Glauben gemeinsam zu bezeugen.

 

Synodalität, so betont auch die Sekretärin der Bischofssynode Nathalie Becquart, „ist sowohl eine Weise, Kirche zu sein – als pilgerndes Volk Gottes – als auch eine Art, den Auftrag der Kirche gemeinsam zu tragen, als Getaufte, die zu missionarischen Jüngern berufen sind.“ Dabei gehe es immer darum, auf die Verkündigung der Botschaft Jesu ausgerichtet zu sein. Papst Franziskus selbst lebte diesen Stil: Er lud immer wieder zum Dialog auf Augenhöhe ein, betonte die Bedeutung des Zuhörens und der geistlichen Unterscheidung und ermutigte die Kirche, auch ungewohnte Fragen offen zu diskutieren. Erstmals durften bei der Weltsynode auch Nicht-Bischöfe – darunter viele Frauen – mit abstimmen, was ein starkes Zeichen für Teilhabe und Gleichberechtigung in der Kirche war.

 

All das zeigt: Synodalität war Franziskus’ Herzensanliegen für eine erneuerte Kirche – nun liegt es an uns, dies weiterzuführen.

 

(Quellen: www.zdk.de katholisch.de www.kath-kirche-vorarlberg.at www.vaticannews.va/de/papst/news)

Von Cornelia Engler
Veröffentlicht am 04.02.2026
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