
Orte des Glaubens und der Hoffnung
Die Kreuze, Symbole und Inschriften auf den Grabsteinen der Verstorbenen sind sichtbarer Ausdruck unseres christlichen Glaubens. Sie bezeugen die Botschaft von Tod und Auferstehung und erinnern an die Verheißung des ewigen Lebens bei Gott.
Orte der Trauer und des Trostes
Viele Menschen besuchen regelmäßig die Gräber ihrer Angehörigen. Sie zünden eine Kerze an, denken an sie im Gebet und lassen Erinnerungen lebendig werden. Die Stille und manche tröstende Gespräche mit anderen Friedhofsbesucher:innen schenken Verbundenheit über das eigene Leid hinaus. Besonders an Allerheiligen und Allerseelen wird spürbar: Wenn viele Menschen zusammenkommen, Kerzen an den geschmückten Gräbern brennen und im Gebet gemeinsam an die Verstorbenen gedacht wird, wird deutlich, dass niemand in seiner Trauer allein ist. Die Gemeinschaft trägt, spendet Trost, schenkt Hoffnung.

Orte der Erinnerung
Friedhöfe sind auch Orte der Erinnerung. Die Grabsteine erzählen von Familiengeschichten und manche Namen und Daten weisen auf Menschen hin, die lange vor uns gelebt haben. So werden Friedhöfe zu stillen Zeugen der Geschichte eines Ortes und seiner Menschen. An manchen Orten prägt zudem eine einheitliche, kunstvolle Gestaltung der Grabkreuze oder Grabstätten das Bild des Friedhofs.
Orte im Wandel
Neben Erdgräbern gibt es auf allen Friedhöfen auch Urnengräber oder Urnenwände. Naturnahe und ökologische Gestaltung entspricht dem Wunsch vieler Menschen nach einer würdevollen und zugleich schlichten Ruhestätte. Grünflächen, Bäume und zurückhaltend gestaltete Grabstätten bringen die Verbundenheit mit der Natur zum Ausdruck.
Auch für Sternenkinder – Kinder, die durch eine Fehl- oder Totgeburt verstorben sind – wurde hinter dem LKH Rankweil ein besonderer Ort des Gedenkens geschaffen: eine Grabstätte, die Raum für Trauer, Erinnerung und Verbundenheit bietet. Für Sternenkinder gibt es auch die Möglichkeit der Naturbestattung.