Egal ob wir mit dem Fahrrad an einem sonnigen Tag durchs Ländle fahren, an einem See entspannt die Füße baumeln lassen oder Zuflucht im Schatten suchen – wir alle tun es unter demselben Himmel. Wir mögen unterschiedliche Destinationen haben, andere Musik hören und beim Kiosk-Stand vor der schweren Entscheidung zwischen „Twinni“ und „Jolly“ eine unterschiedliche Wahl treffen. Vielleicht gibt es ja sogar den einen oder anderen, der gar auf ein „Brickerl“ setzt.
Aber egal, für welches Eis wir uns letztendlich entscheiden, welche Musik wir wählen oder wohin wir auch fahren – wir alle tun es unter demselben Himmel. Ein Himmel, der immer schon da war und auch immer da sein wird. Anders als Eissorten wird er nicht aus dem Sortiment genommen. Anders als Musik altert er nicht. Und anders als unterschiedliche Destinationen ist er stets erreicht.
Darauf können wir bauen und dadurch können wir hoffen. Der Himmel ist ein Geschenk für uns alle. Wir können ihn alle sehen und doch nicht voll begreifen. Selbst wenn wir ihn nicht sehen, wissen wir, dass er trotzdem da ist. Wolken und Nebel lassen uns nicht daran zweifeln, dass der Himmel existiert. Wenn wir uns abends schlafen legen, dann wissen wir, dass der Himmel am nächsten Tag wieder da sein wird. Wir haben keine Angst, dass er weggehen könnte. Wohin sollte er auch gehen? Wohin würde er wollen? Nein. Der Himmel verlässt uns nicht. Er gehört zu uns, so wie wir zu ihm gehören. Er wird heute da sein und er wird auch morgen wieder da sein, wenn wir unsere Augen öffnen.
Er ist immer da. Er ist mit uns.
Anna Kadisch