
In vielen Ländern weltweit werden rund um den Mittwoch, 19. November, hunderte Kathedralen, Kirchen, Klöster, Monumente und öffentliche Gebäude von innen oder außen rot angestrahlt. In Österreich nehmen heuer mehr als 100 Kirchen, Klöster und kirchliche Orte teil, wie "Kirche in Not" ankündigt. Auch einige Vorarberger Pfarren haben ihre Teilnahme angekündigt (alle teilnehmenden Pfarren im Überblick).
Zu einem Friedensgebet für den Nahen Osten im Wiener Stephansdom laden am Donnerstag, 20. November, die Orthodoxe Ostkirchen, altorientalische Kirchen, Katholiken und Christen weiterer Traditionen ein. Rund 1.000 Christinnen und Christen werden dazu erwartet, wie das päpstliche Hilfswerk "Kirche in Not Österreich" in einer Aussendung mitteilte. Angekündigt haben sich auch der Wiener Weihbischof Franz Scharl und Integrationsministerin Claudia Plakolm. Anschließend führt ein Gebetszug (ab 19.50 Uhr) über den Graben durch die Innenstadt. Die Veranstaltung endet mit einer Kundgebung am Michaelerplatz (20.15 Uhr).
Laut dem Hilfswerk leiden rund 200 Millionen Christinnen und Christen weltweit unter Diskriminierung oder Verfolgung aufgrund ihres Glaubens. "Wir wollen unseren Glaubensgeschwistern dadurch eine Stimme geben und für sie beten", so Tobias Pechmann, "Kirche in Not" Österreich, auf der Webseite über die Initiative. Der "Red Wednesday" verstehe sich dabei aber nicht als exklusive Veranstaltung nur für Christen, sondern als "ein weithin sichtbares Zeichen für das Menschenrecht der Religionsfreiheit für Angehörige aller Religionen", betont das Hilfswerk. Denn: "Von einem Ende der Diskriminierung und der Umsetzung der Religionsfreiheit weltweit profitieren am Schluss alle", heißt es.
Ihren Ursprung hat die "Red Wednesday"-Initiative in Brasilien. Dort ließ das lokale "Kirchen in Not"-Büro 2015 die weltberühmte Statue "Cristo Redentor" (Christus, der Erlöser) in Rio de Janeiro rot beleuchten, um gegen die Christenverfolgung im Irak zu protestieren. Im Jahr darauf folgte das italienische Büro mit der Beleuchtung des Trevi-Brunnens in Rom. Seitdem sind viele andere Länder diesem Beispiel gefolgt und die Initiative wurde von mehreren christlichen Konfessionen in vielen anderen Regionen unterstützt. "Kirche in Not" unterstützt jedes Jahr über 5000 Projekte in rund 130 Ländern und hilft Christen, die unterdrückt werden oder nicht über die nötigen Mittel verfügen, ihren Glauben zu leben.
(Red./kathpress.at)