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Kath. Kirche Vorarlberg / Rosa A. Martin
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Aus der Scham ins Licht

Weibliche Scham und gesellschaftliche Rollenzuschreibungen - darum ging es beim vergangenen Frauensalon in St. Arbogast. Mit klaren Worten und großer Offenheit sprach die Autorin, Journalistin und Podcasterin Anika Landsteiner über ihr Buch „Sorry not sorry“. Gastgeberin Stefanie Sturn, Bildungsreferentin von St. Arbogast, moderierte den Abend vor ausverkauftem Haus. 

„Scham ist ein universelles Gefühl – sie ist die Wächterin unserer intimen Grenzen“, eröffnete Anika Landsteiner. Ursprünglich habe sie eine soziale Funktion: „Wenn wir etwas falsch machen, bringt sie uns durch Empathie wieder in die Gemeinschaft zurück.“ Doch bei Frauen kippe dieser Mechanismus oft ins Gegenteil. „Frauen sind historisch dazu erzogen, sich klein zu halten, Raum abzugeben, sich zurückzunehmen. Und wenn sie dann doch Raum einnehmen, schämen sie sich – oft sogar, ohne einen Fehler gemacht zu haben.“

Statistisch entschuldigen sich Frauen doppelt so oft wie Männer. „Das fängt schon an, wenn wir die Tür nicht lange genug aufhalten – ‚Oh sorry!‘ –, als müssten wir uns ständig für unsere Existenz entschuldigen“, unterstreicht die Autorin. 

 

Die Macht der Beschämung

Wie tief die Scham wirkt, erzählte sie anhand einer Familiengeschichte: Ihre Großmutter sei im Zweiten Weltkrieg vergewaltigt worden – das Thema blieb in der Familie jahrzehntelang tabu. Erst am Sterbebett sagte ihre Urgroßmutter: „Es tut mir leid, dass ich dich mit der Scham allein gelassen habe.“
„Das hat mich nicht mehr losgelassen“, so Landsteiner. „Warum schämt sich eine Frau für etwas, das ihr angetan wurde?“ Diese Erfahrung habe sie zum Schreiben gebracht – auch, weil sie selbst Missbrauch erlebt habe.

Scham, sagte sie, sei ein „mächtiges Unterdrückungsinstrument“. Wer sich schäme, ziehe sich zurück – und verliere die Stimme. „Beschämung hält Menschen still. Sie ist die effektivste Waffe patriarchaler Gewalt.“

 

Körper, Schönheit und Kapitalismus

Ein weiterer Schwerpunkt des Abends galt der Scham über den eigenen Körper. „Frauenkörper werden seit Jahrhunderten bewertet und fetischisiert“, erklärt Anika Landsteiner. „Heute werden sogar Retinolcremes für Kinder vermarktet – das zeigt, wie früh das System ansetzt.“ In sozialen Medien wachse der Druck zusätzlich: „Wir vergleichen uns mit 14-jährigen Models und vergessen, dass das Kinderkörper sind.“

Radikale Körperliebe nannte sie einen „Akt der Revolution“. Doch sie sei schwer zu leben: „Man kann Affirmationen üben, sich vor den Spiegel stellen, aber in einer Gesellschaft, die Frauen ab 40 unsichtbar macht, ist das ein täglicher Kraftakt.“

 

Schmerz, Medizin und Unsichtbarkeit

Landsteiner schilderte auch eine persönliche Erfahrung: eine schmerzhafte Attacke, bei der sie sich selbst im schlimmsten Schmerz noch dafür schämte, einen Notarzt zu rufen. „Ich schob die leere Keksverpackung unter das Sofa, damit der Arzt nicht denkt, ich hätte sie alleine gegessen. Ich schämte mich für meine Schmerzen – und dafür, dass ich Hilfe brauchte.“

Anika Landsteiner leidet an Endometriose und weiß aus eigener Erfahrung, dass diese chronische Krankheit ein Paradebeispiel männlich geprägter Medizin sei. „Eine von zehn Frauen ist betroffen, aber erst seit zehn Jahren wird geforscht. Es gibt keine Männerkrankheit, die so schmerzhaft ist – sonst gäbe es längst eine Lösung.“

 

Scham und ökonomische Abhängigkeit

Auch finanzielle Themen sind für Landsteiner eng mit Scham verknüpft. „Frauen haben sich Bildung und Selbstwert über Jahrhunderte erkämpfen müssen – und fühlen sich bis heute schuldig, wenn sie Geld verlangen oder viel verdienen.“ Die Wurzel liege tief in der Geschichte: „Frauen durften kein Konto eröffnen, kein Eigentum besitzen. Das sitzt bis heute in uns.“

Schuld, Scham und der weibliche Sündenbock

Die Schweizer Geschlechterforscherin Franziska Schutzbach prägte den Satz: „Weiblich ist gleich schuldig.“ Landsteiner griff ihn auf: „In der Bibel, in Mythen, in der Geschichte – immer war die Frau schuld: Eva, Pandora, die Hexe. Diese Jahrtausende alte Zuschreibung steckt uns noch in den Knochen.“

 

Vom Schweigen zum Austausch

Wie aber mit Scham umgehen? Landsteiners Antwort: „Wissen hilft. Wenn ich merke, jemand will mich klein machen, kann ich sagen: Ich kenne deinen Mechanismus – und ich lasse das nicht mit mir machen.“ Trotzdem bleibe Scham ein täglicher Lernprozess. „Ich kenne das gut, dass einem der perfekte Satz erst danach einfällt.“

Am Ende lud Stefanie Sturn die Besucherinnen ein, in kleinen Gruppen über eigene Schamerfahrungen zu sprechen – „weil Scham durch Empathie und Verletzlichkeit nicht überleben kann“. Die Sängerin Nina Fleisch bereicherte den Abend mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und stimmungsvollen Songs. 

 

Veröffentlicht am 12.11.2025
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