
Drei Tage im Zeichen von Frieden, Gerechtigkeit und Schöpfungsverantwortung
Vom 23. bis 25. Juli 2026 fand in der Landwirtschaftlichen Fachschule Pyhra bei St. Pölten die Sommerakademie der Katholischen Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) statt. Unter dem Thema „Friede – und dann? Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ beschäftigten sich die Teilnehmer drei Tage lang mit der Frage, welche Voraussetzungen es für einen dauerhaften und echten Frieden braucht.
Wertvolle Impulse dazu gaben Dr. Arnold Mettnitzer und Prof. Josef Pichler in ihren Referaten. Einen besonderen Akzent setzte auch der Tiroler Bischof Hermann Glettler mit einem bemerkenswerten Vortrag. Er zelebrierte zudem die Abschlussmesse der Sommerakademie.
Auch die KMB Vorarlberg brachte sich aktiv in die Gestaltung der Akademie ein. Obmann Christian Wachter war für das Morgenlob am Samstag, dem 25. Juli, verantwortlich und gestaltete dieses mit Gedanken zum Thema Frieden, Gerechtigkeit und Verantwortung.
Neben den inhaltlichen und spirituellen Schwerpunkten kam auch die Gemeinschaft nicht zu kurz. Eine Führung durch die weitläufige Anlage der Landwirtschaftlichen Fachschule Pyhra des Landes Niederösterreich gab interessante Einblicke in die Arbeit und Ausbildung an der Schule. Für beste Stimmung sorgte am Freitagabend eine Spanferkelpartie mit Bierfassanstich. Bei einem gemütlichen Ausklang blieb viel Zeit für persönliche Gespräche, Begegnungen und den Austausch untereinander.
Klare Botschaft zum Abschluss
Zum Abschluss verabschiedeten die Teilnehmer der Sommerakademie eine gemeinsame Erklärung. Darin wird deutlich, dass christliches Friedenshandeln im täglichen Leben beginnt:
Männliche Stärke zeigt sich im Sinne des Evangeliums nicht in Härte oder Polarisierung, sondern im Mut zur Barmherzigkeit, in aktiver Versöhnung und in der klaren Absage an populistische Spaltung.
Vergebung sowie der Einsatz für Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung bilden die Grundlage für einen echten und nachhaltigen Frieden. Als Katholische Männerbewegung wollen wir Räume schaffen, in denen Begegnung möglich wird und Verständnis auch für gegensätzliche Standpunkte wachsen kann.
Gleichzeitig setzt sich die KMBÖ dafür ein, dass Religion niemals als Rechtfertigung für Gewalt missbraucht wird. In der Nachfolge Jesu gilt es, die Spirale der Gewalt zu durchbrechen und dort, wo Misstrauen herrscht, wieder Vertrauen aufzubauen.
Die Sommerakademie machte deutlich: Frieden beginnt nicht erst bei den großen politischen Entscheidungen. Er beginnt bei jedem Einzelnen – mit kleinen, konkreten Schritten der Versöhnung, des Zuhörens und des respektvollen Miteinanders.