
Kaum haben Schule und Kindergarten begonnen, steht sie morgens wieder vor uns: die leere Jausenbox. Geduldig wartet sie und scheint zu fragen: „Na, was fällt dir heute ein?“
Zwischen Zähneputzen, verschwundenen Schuhen und der Suche nach der Trinkflasche bleibt morgens wenig Zeit für kunstvoll geschnitzte Gurkensterne.
Als einfache Orientierung für die Jausenbox helfen vier Bausteine:
Nicht immer muss alles dabei sein. Auch ein Käsebrot mit Apfelspalten ist eine wunderbare Jause – selbst wenn es auf Instagram keinen Preis gewinnt.
Vollkorn-Wrap mit Frischkäse oder Topfenaufstrich bestreichen, mit Salat, Gurke und Käse belegen, einrollen und in Stücke schneiden.
Naturjoghurt, Haferflocken und zerdrückte Beeren oder Apfelmus abwechselnd in ein gut verschließbares Glas schichten. Wer möchte, gibt noch etwas Zimt dazu. Sieht fast wie ein Dessert aus, ist aber eine flotte und sättigende Jause. Löffel nicht vergessen!
Eine reife Banane zerdrücken und mit etwa 80 g Haferflocken, einem halben fein geriebenen Apfel und etwas Zimt vermischen. Kleine Taler formen und bei 180 °C ungefähr 15 Minuten backen. Am Abend vorbereitet, müssen sie morgens nur noch in die Jausenbox hüpfen – sofern sie nicht vorher schon aufgegessen wurden.
Kinder dürfen bei der Auswahl gerne mitentscheiden: „Apfel oder Birne?“ funktioniert morgens meistens besser als „Was möchtest du zur Jause?“.
Noch mehr Inspiration bietet das Vorarlberger Projekt „Maxima&Pinsel“ des aks. Dort findet ihr unter anderem ein einfaches Rezept für Jausen-Wraps mit Gemüse und selbst gemachtem Topfenaufstrich.
Durchatmen, nachfragen und morgen etwas anderes versuchen. Eine gute Jause muss nicht perfekt aussehen – sie soll zum Kind, zum Appetit und vor allem zum echten Familienmorgen passen.