„In der Regel sind in einer Pfarre, einem Pfarrverband oder einem Seelsorgeraum mehrere Gebäude zu verwalten, instand zu halten und zu sanieren. Oft liegt der Sanierungsbedarf auf der Hand und eine Baumaßnahme wird erforderlich. Die entsprechenden Schritte sind in der Diözesanen Bauordnung geregelt“, informiert Markus Fulterer als Leiter des Diözesanen Bauamts.
So weit, so klar. Was gilt es jedoch zu bedenken, wenn die zukünftige Nutzung eines sanierungsbedürftigen Gebäudes nicht eindeutig feststeht? „Spätestens dann ist es notwendig, den gesamten Gebäudebestand der Pfarre sowie des Pfarrverbands oder Seelsorgeraums in den Blick zu nehmen. Denn bauliche Maßnahmen und pastorale Anforderungen hängen eng zusammen und können nicht isoliert voneinander betrachtet werden“, führt er weiter aus.
Aus diesem Grund ist es sinnvoll, ein Gebäudekonzept für die Pfarre, den Pfarrverband oder den Seelsorgeraum zu entwickeln, um kirchliche Räume bestmöglich und zukunftsorientiert zu gestalten. Ziel dieses Prozesses ist es, ein gemeinsames Verständnis dafür zu entwickeln, wie die verschiedenen Gebäude in ihrem Zusammenspiel die Identität, die Gemeinschaft und das pastorale Leben in den Pfarren und Regionen stärken können.
Der Prozess soll dabei helfen, die bauliche Zukunft bewusst, vernetzt und abgestimmt auf die pastoralen Bedürfnisse und Ziele zu gestalten. „Dafür braucht es Zeit, Dialog und Offenheit – sowohl für Bewährtes als auch für Neues“, sind sich Fulterer, Pastoralamtsleiterin Petra Steinmair-Pösel und Finanzkammerdirektor Andreas Weber einig.
Als praktische Hilfestellung hat die Diözese einen Wegweiser erstellt, der Orientierung für diesen Prozess bietet. Er enthält Informationen zur Zusammenarbeit, zu Entscheidungs- und Projektabläufen, zu Erfolgsfaktoren und vielem mehr. Der Ablauf orientiert sich an einem idealtypischen Rahmen, der jeweils an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden kann.