
Unter dem diesjährigen Thema „Dankbarkeit – Tugend oder Taktik?“ setzte sich Anna Kainz gegen insgesamt 226 eingereichte Fotoarbeiten durch. Die weiteren Plätze in der Kategorie Fotografie gingen an Schülerinnen aus unterschiedlichen Bundesländern: Den zweiten Platz belegte Alexandra Vlasata (15) vom Gymnasium Neusiedl am See, der dritte Platz ging an Franziska Schlick (18) von der HLW MultiAugustinum in Sankt Margarethen im Lungau.

Auch in der Kategorie Essay war das Niveau hoch: Aus 273 Einreichungen gingen drei Preisträger:innen hervor. Den ersten Platz sicherte sich Benedikt Kühnelt-Leddihn (16) vom Wiedner Gymnasium in Wien. Auf Platz zwei folgt Johanna Harrer (15) vom BRG Landwiedstraße in Linz, den dritten Platz belegte Sophie Freudensprung (16) von der Caritasschule Campus22 in Wien.
Die Religionsolympiade wird seit dem Schuljahr 2020/21 jährlich von der Konferenz der Schulamtsleiter:innen Österreichs veranstaltet und richtet sich an Schüler:innen aus ganz Österreich. Bemerkenswert ist, dass die Preisträger:innen aus verschiedenen Diözesen stammen – darunter Feldkirch, Wien, Linz, Salzburg und Eisenstadt. Zudem waren die Spitzenplätze in beiden Kategorien deutlich weiblich dominiert.
Das Thema „Dankbarkeit“ erwies sich laut Veranstalter:innen als besonders relevant für die Lebenswelt junger Menschen. Zwischen Leistungsdruck, Krisenerfahrungen und persönlichen Zukunftsfragen eröffneten sich vielfältige Zugänge.
Die hohe Beteiligung und die Qualität der Beiträge zeigen laut Organisator:innen die besondere Stärke des Religionsunterrichts: Er bietet Raum für persönliche Reflexion, gesellschaftliche Fragen und die Auseinandersetzung mit religiösen Traditionen.
Die offizielle Preisverleihung findet am 28. Mai 2026 im Minoritensaal in Graz statt. Dort wird auch Anna Kainz ihren Preis entgegennehmen – als beste Fotografin der diesjährigen THEOLYMPIA und als starke Stimme einer jungen Generation, die sich mit den großen Fragen des Lebens auseinandersetzt.