
Möglich macht dies die österreichweite Aktion "Be Blessed!" (dt. Sei gesegnet!), zu der sich Maturantinnen und Maturanten ab sofort kostenlos unter www.beblessed.at anmelden können. An den Prüfungstagen wird dann in einer Kirche für sie eine Kerze entzündet und gebetet. Zusätzlich können auch Lehrlinge eine Kerze für ihre bevorstehende Lehrabschlussprüfung per WhatsApp anzünden lassen, teilte die das Projekt u.a. tragende kirchliche Jugendinitiative "Denk Dich Neu" am Montag in einer Presseaussendung mit.
An den Tagen der schriftlichen Matura werden in einer immer anderen Kirche in Österreich und Südtirol Kerzen als Zeichen des Gebets um Gottes Beistand angezündet. Alle Angemeldeten erhalten am Morgen der ausgewählten Prüfungstage ein Segensvideo per WhatsApp. Die Videos kommen von Ordensleuten, Bischöfen, Jugendseelsorgerinnen und -seelsorgern sowie weiteren kirchlichen Mitarbeitenden. Mit dabei sind unter anderem Jugendbischof Johannes Freitag, die Bischöfe Josef Grünwidl, Benno Elbs, Hermann Glettler, Ivo Muser und Ägidius Zsifkovics, Ordensfrau Schwester Helena Fürst, Dompfarrer Toni Faber und die beiden evangelischen Pfarrerinnen Julia Schnizlein und Katharina Payk.
"Junge Menschen schicken gerne einen Gedanken, eine Bitte, ein Gebet in Richtung Himmel. Denn sie merken in ihrem Alltag, dass sie vieles nicht sofort allein herstellen können, wie zum Beispiel den Frieden, eine lebenswerte Erde und das Glück. 'Be Blessed!' knüpft an diese Erfahrungen an, indem eine Kerze für die Maturantinnen und Maturanten angezündet und ein Segenswort mitgegeben wird", so die Pastoraltheologin und Leiterin des Österreichischen Pastoralinstituts (ÖPI), Gabriele Eder-Cakl.
"Be Blessed!" findet bereits zum fünften Mal in ganz Österreich und erstmals in Südtirol statt. Im Vorjahr wurden mehr als 13.000 personalisierte Nachrichten verschickt und für mehr als 3.600 angemeldete Schülerinnen und Schüler gebetet. Am häufigsten nachgefragt war das Gebet für die Mathematik-Matura: 85 Prozent aller Angemeldeten kreuzten diesen Termin an. Auf Platz zwei lag Deutsch, gefolgt von Englisch.
Ein Drittel der Anmeldungen kam von Angehörigen wie Eltern, Großeltern, Mitschülerinnen und Mitschülern oder Lehrenden. Die Aktion wächst: Heuer ist als neue Kooperationspartnerin die Evangelisch-methodistische Kirche mit an Bord, mit der Diözese Bozen-Brixen ist erstmals Südtirol dabei. Die Evangelische Kirche der Pfalz hat gemeinsam mit der Diözese Speyer den WhatsApp-Prüfungssegen auch nach Deutschland gebracht.
(Red./kathpress.at)