pensionierter Schulmann und aktiver Historiker

In einer als zunehmend unsicherer empfundenen Welt verspricht uns der Staat mehr Sicherheit, wenn wir dafür Freiheit abgeben. Die Konsumwelt verspricht uns gesteigertes Glück, wenn wir möglichst viele Waren ansammeln; und käuflich – so das Versprechen moderner Medien – seien auch Beziehungen. Das Haben und der schöne Schein sollen ein echtes Sein ersetzen. Persönliche Zufriedenheit entsteht aber eher durch gelebte Beziehungen, durch eigenständige Entscheidungen, durch Übernahme von Verantwortung für sich und andere und durch Teilhabe an öffentlichen Entscheidungen sowie bewusste Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen. Eine gelingende Zukunft benötigt selbstzufriedene und damit auch tolerante Individuen, die sich aber immer als Teil einer Gemeinschaft sehen und in diese einbringen.