Am 8. März 2013 trafen sich Konsultorenkollegium, Personalkommission und Ordinariatskonferenz der Diözese Feldkirch, um über das von der Projektgruppe vorgeschlagene Modell für die Kirche in Dornbirn zu beraten.

Am 8. März 2013 trafen sich im Diözesanhaus das Konsultorenkollegium, die Personalkommission und die Ordinariatskonferenz der Diözese, um über die von den Projektgruppen Dornbirn und Bregenz ausgearbeiteten Modelle zu beraten. Die beiden Modelle wurden von den Gremien sehr positiv aufgenommen.

Wichtige Anliegen des Modells

Es sind die breiten Anliegen, die sich aus den Informationsveranstaltungen im Frühjahr 2012 und der Zukunftskonferenz im Oktober 2012 ergeben haben, berücksichtigt bzw. in das Modell Seelsorgeraum eingearbeitet.

Erhaltung der Pfarren

In jeder Pfarre soll es auch weiterhin eine lebendige Arbeit von Menschen, Gruppen, Teams und Arbeitskreisen geben. Auch soll jede Pfarre ihre spezielle Identität entwickeln können. Das Modell nimmt darauf Rücksicht, will es unter den gegebenen Voraussetzungen bestmöglich stützen und fördern. Das widerspricht nicht der Absicht, in einzelnen Bereichen und Themen Zusammenarbeit und Synergien zu nützen und aufzubauen.

Die Seelsorge längerfristig sichern

Ein wichtiges Anliegen der Gespräche und des Auftrages der Diözese lautete, ein Modell zu entwickeln, das die Seelsorge unter den Voraussetzungen unserer Zeit und den heute gegebenen Bedingungen längerfristig sichert. Es finden in der Gesellschaft, im Lebensgefühl der Menschen Veränderungen statt, die das kirchliche Leben, die Bindung an die Kirche und das Engagement der Gläubigen verändern. Die Zahl der Priester wird weniger. Es soll dennoch Zeit für die Seelsorge bleiben. Das hat Auswirkungen auf die Rolle der Priester, aber ebenso auf die Arbeit der Arbeitskreise und Gläubigen, d.h. die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen verschieben sich. Das entscheidende Anliegen bleibt: Die Seelsorge soll gesichert sein. So wird es für jede Pfarrgemeinde einen Priester geben, der mit ihr Liturgie und Sakramente feiert und für die Seelsorge zur Verfügung steht.

Die Leitungsaufgaben werden auf mehrere Schultern verteilt

Wenn sich Rollen ändern, verändern sich damit auch die Verantwortlichkeiten und Aufgaben. Es ist gedacht, dass es in jeder Pfarrgemeinde ein "Gesicht" gibt, das eine fruchtbare Arbeit in der Pfarre unterstützt. Für das Organisatorische wird es nicht mehr der Priester sein. Eine besondere Aufgabe kommt dabei dem neueingeführten Pastoralteam zu. Hier haben wir es mit einem Lernfeld für alle zu tun.
Es gilt, die Zusammenarbeit unter den Pfarren und mit den anderen kirchlichen Einrichtungen zu stärken.
Sie kommt auch unter Pfarren nicht von allein. Sie braucht Menschen, ihre Energie, ihren guten Willen und räumliche Voraussetzungen. Wesentliche Verantwortung für das gute Gelingen werden dem von der Diözese bestellten Moderator (Priester) und einem/einer Organisationsleiter/in zukommen.

Kapazitäten für neue Initiativen

Die gegenwärtige kirchliche Erfahrung ist: Wir können nicht einfach nur das Bestehende fortführen , wir brauchen neue Ideen, neue Initiativen, neue Zugänge zu Menschen - besonders zu Jugendlichen. In dieser Neuorientierung unserer Pfarrgemeinden mag uns vieles - und das besonders den Älteren unter uns - als Verlust erscheinen. Gerade dieses Anliegen, Kapazitäten für neue Initiativen zu schaffen, ist ein Gewinn im ausgearbeiteten Modell. Die einzelnen Pfarren allein sind in diesen Themen weitestgehend überfordert, sonst würden sie es tun. In einem zukünftigen Seelsorgeraum werden sich manche Ideen besser und leichter organisieren lassen. Bei der Zukunftskonferenz wurde eine Reihe solcher Ideen entwickelt: von einem Haus der Kirche über neue Formen der Jugendarbeit und neue spirituelle Angebote bis hin zu diakonischen Initiativen.

Umsetzung des Modells

Nachdem die noch offenen Fragen geklärt sind und die definitive Entscheidung getroffen, werden zunächst der Moderator und der/die Organisationsleiter/in bestellt werden. Sollte heuer eine Pfarre in Dornbirn frei werden, wird die Leitung dem Moderator übertragen, die Seelsorge im Team der Priester aufgeteilt, in all den anderen Pfarren bleibt für dieses Jahr das Bestehende. Der Seelsorgeraum in der vollen Form soll dann mit 1. September 2014 realisiert werden.

Weitere Informationen

Wir werden selbstverständlich weiterhin im Pfarrblatt über die Umsetzungsschritte informieren. Aktuelle Informationen finden sich immer auch unter www.kirche-in-dornbirn.at.