Menschen aus den Pfarren haben sich Gedanken gemacht

Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, die Stärken jeder einzelnen Pfarre bestmöglichst auszunützen. Dazu ist die Bereitschaft aller  erforderlich, Veränderungen mit-zutragen. Ich hoffe, dass es den Verantwortlichen gelingen wird, besonders an den Festtagen die liturgischen Angebote in den Pfarren richtig zu verteilen. Flexibilität und Mobilität der Pfarrangehörigen werden erforderlich sein. Ich glaube, dass es mit gutem Willen und Gottvertrauen möglich sein wird, die neuen Herausforderungen in Angriff zu nehmen.

Brigitta Fitz


Mein Traum ist der Erhalt aller drei Lustenauer Pfarreien, damit die Gemeinden ihre Identität bewahren, gewachsene Strukturen erhalten bleiben und das Gemeindeleben lebendig bleibt, auch wenn kein eigener Priester mehr in jeder Pfarre „vor Ort“ ist.
Kirche in Lustenau soll auch für Junge interessant sein. Dafür braucht es kein Spektakel, keine Show. Wichtig ist, dass Jugendliche mit ihren Anliegen gehört und ernst genommen werden. Kirche muss nicht die Speerspitze des Zeitgeistes sein, aber Verständnis für die heutige Gesellschaft haben. Junge Gläubige haben kein Problem mit der Liturgie, sondern damit, dass die Kirche von ihrer Lebenswirklichkeit entfernt ist.

Konrad Ortner


Ich lege großen Wert darauf mir aussuchen zu können, wann ich die Messfeier besuche, sprich es sollten mehrere angeboten werden. Insbesondere eine Sonntagabendmesse liegt mir am Herzen. Ein großes Anliegen ist mir auch die Beständigkeit eines Pfarrers in unserer Kirche. Es sollte kein allzu reger Wechsel stattfinden, da der Pfarrer, so wie die Gemeinde Zeit braucht, um sich an die neuen Umstände zu gewöhnen. Ich für meinen Teil wünsche mir zudem einen Kaplan für meine Pfarre, der sich mit Kindern und Jugendlichen gut versteht, denn es ist wichtig, dass auch die jüngeren Kirchgänger mit einbezogen werden.

Pascal Regittnig


Ich träume von einer Kirche in Lustenau die in brüderlicher und schwesterlicher Gesinnung alle Pfarreien als liebende Glaubensgemeinschaft versteht und großzügig die noch vorhandenen Priester teilt, ohne die eigene Identität aufzugeben.
Es soll eine Kirche sein die alle miteinschließt, Junge und Alte, Gesunde und Kranke, Fernstehende und Andersgesinnte und ihnen Heimat, Geborgenheit und Sinn fürs Leben gibt.

Egon Gassner


Ich träume von einer „Kirche in Lustenau“,
einer Kirche, in der alles auf Gott, den Vater und Jesus ausgerichtet ist, in der Ehrsucht, Neid, Eifersucht und Misstrauen nicht existieren.
Ich träume von drei Pfarreien, die jede ihren Weg geht, ihre Spiritualität lebt, die aber offen sind für alle Menschen, damit jeder in der Kirche Heimat finden kann.

Herlinde Nagel


In letzter Zeit hört man immer wieder, dass Lustenaus Pfarreien zusammengelegt werden. Da dies in Zukunft notwendig sein wird, möchte ich meine Gedanken zu dieser Entwicklung beitragen.
Da Kirche wir alle sind, ist jeder einzelne Gläubige ein wichtiger Teil dieser Kirche. Diese Gläubigen haben Ängste, Sorgen und Nöte und bringen diese beim Kirchenbesuch mit, in der Hoffnung, dass die Türen allen offen stehen und sie dort Trost und Hilfe finden. Sie dürfen nicht alleine gelassen werden. Da die künftige Situation in den Pfarreien darauf hindeutet, dass Veränderungen notwendig werden, wird auch die Gemeinschaft zur Mithilfe bei der Betreuung aufgerufen sein. Nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark!“ sollten wir versuchen, eine lebendige Kirche zu erhalten. Was nur durch ein zusammenrücken der Gläubigen erreicht werden kann.

eine Frau aus dem Rheindorf


Kirche bedeutet für mich in Vielem Begegnung, Bewegung und  Zusammenarbeit. Dies aber nicht nur in der eigenen Pfarre sondern auch mit anderen. Wenn dies auch oft zäh und mühsam wirkt, sollen wir in Lustenau trotzdem dieses Wagnis eingehen - vielleicht nur in kleinen Schritten, aber doch.

Edi Lusser


Vor gut einem Jahr haben wir uns zum 1. Mal getroffen um über Kirche in Lustenau zu sprechen. Wir wurden eingeladen uns zu informieren, einzulassen, mitzureden und mitzubewegen. Es war uns allen klar, dass sich bedingt durch den Priestermangel etwas verändern wird. Das weckte bei mir auf der einen Seite Neugier und Interesse, auf der anderen Seite aber auch Verunsicherung und Sorge um „mein Hasenfeld und meinen Arbeitsplatz“. Von der Zukunftskonferenz erwarte ich mir interessante und hoffentlich auch kritische Stimmen von vielen verschiedenen Leuten aus ganz Lustenau, denen es wichtig ist, dass unsere Kirche in Lustenau gemeinsam wächst und lebt.
Ich hoffe und träume davon, dass die Veränderungen behutsam umgesetzt werden und von allen „Lustenauern“ mitgetragen werden können, damit unsere Pfarre auch weiterhin Heimat bleiben kann.

Claudia Sonnweber


Lustenau – eine Christengemeinde.
Nicht mehr drei Pfarreien, drei Pfarrer, drei PGR . . ?
Natürlich könnte ich einfach „Ich träume von einer Gemeinde“ von Sören Kierkegaard  zitieren. Aber der Traum/Wunsch von einer zueinander gehörenden Gemeinde Lustenau muss doch konkreter sein.
Ich träume also, dass miteinander geredet wird, dass einander zugehört wird.
Und zwar Hauptamtliche (Priester, Pastoralassistenten...) und Ehrenamtliche in den verschiedenen Arbeitskreisen. Von unten nach oben und von oben nach unten. Über die jetzigen Pfarreigrenzen hinweg. Da muss  auch jegliches Konkurrenzdenken wegfallen.
Dass Entscheidungen möglichst vielen bekanntgegeben werden. Dass jene, die diese oder jene Arbeit machen, miteinbezogen werden in die Beratungen.
Ich träume von einer Verkündigung, die den Lustenauern hilft, aufmerksam miteinander umzugehen, dass sich jede/r angenommen und ernst genommen fühlt.
Von einem deutschen Bischof habe ich gelesen:
Ich träume von einer Gemeinde, in der jede/r seine Stärke einbringen kann, um mit seiner Schwäche leben zu können – das ist auch mein Wunsch-Traum!

Helga Schwärzler