"Geist Gottes möge 'die Herzen und die Verhältnisse' verändern und Frieden ins Heilige Land bringen", so Papst Franziskus am Pfingstsonntag bei der Messe im Petersdom.

Papst Franziskus hat zum Pfingstfest für ein Ende der Gewalt in Israel gebetet. Der Geist Gottes möge "die Herzen und die Verhältnisse" verändern und Frieden ins Heilige Land bringen, sagte er bei seiner Messe im Petersdom am Pfingstsonntag. Ausdrücklich nannte er Gaza, das auch in einer Erzählung des Neuen Testaments erwähnt wird. Der Name habe heute einen "traurigen Klang", so der Papst. Das Pfingstfest erinnert an die Ausgießung des Heiligen Geistes über die Jünger Jesu und ist besonders mit der Hoffnung auf Frieden und Einheit der Christen verbunden.

Mahnung zum Aufbruch in die Weite

Franziskus mahnte die katholische Kirche zum Aufbruch. Wer die häusliche Stille der "Neuheit Gottes" vorziehe, suche Schutz vor dem Wehen des Geistes. "Wenn man für die Selbsterhaltung lebt und nicht in die Weite aufbricht, ist das kein schönes Zeichen", so der Papst. "Der Geist weht, aber wir holen die Segel ein." Gerade in den dunkelsten Zeiten habe der Geist Gottes "die strahlendste Heiligkeit hervorgebracht".

Warnung vor falschen Heilsverpsrechungen

Der Papst warnte auch vor falschen Heilsversprechungen. Die Erfahrung zeige, dass kein irdischer Versuch, die Dinge zu verändern, das menschliche Herz vollständig befriedige. Gott revolutioniere nicht das Leben um uns herum, sondern wandle das Herz und mache Menschen im Inneren frei, damit sie die Probleme in Angriff nehmen könnten.

Der Geist Gottes verhindere "das einzig ungesunde Altern, nämlich das innere", so der Papst. Er mache aus "Sklaven der Sünde" freie Menschen und aus Enttäuschten Hoffende. Gott wirke aber auch direkt im Zeitgeschehen. "Wie der Wind überall weht, so bahnt auch er sich seinen Weg in die unwahrscheinlichsten Situationen hinein", sagte Franziskus.

(kathpress.at)