Gedanken zum Tag von Mathias Bitsche, Kaplan in Bludenz (derzeit Student in Rom).

„Andrà tutto bene“, das ist der Slogan, der seit Wochen hier in Italien präsent ist. Alte und Kinder, Reiche und Arme, Religiöse und Atheisten stehen zusammen und drücken ihre Hoffnung aus: Alles wird gut! Diese Zuversicht beeindruckt mich, weil die Situation hier in Rom eine besondere Herausforderung ist.

Ich bin davon überzeugt, dass wir gerade jetzt neue Hoffnung schöpfen können, wenn wir uns fragen, worauf wir vertrauen. Es ist eine Chance, neu zu erkennen, was uns Kraft gibt. Wo findest du Hoffnung und Zuversicht?

Als religiöser Mensch und Priester ist Gott für mich die wichtigste Quelle der Hoffnung. Was wir im heutigen Antwortpsalm beten, gibt mir immer wieder Trost: „Herr, mein Gott, ich hoffe auf dich. Herr, mein Gott, ich flüchte mich zu dir“ (Ps 7,2). Aber auch der große Zusammenhalt unter den Menschen macht mir Hoffnung. Die Solidarität, das aufeinander Achten und füreinander Sorgen machen mich zuversichtlich, dass wir gut durch diese Krise kommen.

Ich denke heute besonders an alle Verzweifelten, denn mein Gedanke aus Rom soll eine Botschaft der Hoffnung sein: Andrà tutto bene – alles wird gut!

Mathias Bitsche
Kaplan in Bludenz (derzeit Student in Rom)

"Gedanken zum Tag" in Kooperation mit den Vorarlberger Nachrichten und vol.at