Zurücklehnen und sich feiern lassen? Nix da! Pünktlich zum Jubiläum setzt die Katholische Aktion Österreich Akzente – zum Beispiel im Vorfeld der EU-Wahl.

Happy birthday KAÖ! Vor 70 Jahren, am 12. und 13. Mai 1949, wurde die Katholische Aktion Österreich von engagierten Christinnen und Christen aus verschiedenen Diözesen in Linz gegründet – und mischt sich seither immer wieder ein, wo es christliche Werte gebieten. In der Vergangenheit waren das Aktionen wie 1993 das „Lichtermeer gegen Ausländerfeindlichkeit“, der „Dialog für Österreich“ (1998), das 2013 gestartete „Zukunftsforum“ und der über viele Jahre hindurch großen Einsatz für Flüchtlinge und sozial Benachteiligte. Heute spiele auch der Klimawandel und dessen ökologischen Folgen eine große Rolle für die Arbeit der Laienorganisation, wie KAÖ-Präsident Leopold Wimmer gegenüber der Nachrichtenagentur „Kathpress“ erklärte.

Laut werden, wo es nötig ist

„Wir wollen den Menschen zeigen, dass der Glaube und die von ihm getragenen Werte sowohl für die persönliche Lebensgestaltung als auch für die Mitgestaltung der Gesellschaft wertvoll sind“, so Wimmer. Gerade in einer Gesellschaft, die sich „offensichtlich zunehmend entsolidarisiert“, rücke die Katholische Aktion den Wert der Solidarität und eine Stärkung des Miteinanders in den Vordergrund. „Wir setzen uns ein für einen Ausgleich zwischen allen Bevölkerungsgruppen und gegen eine Spaltung und ein Gegeneinander in der Gesellschaft, das auch in der Politik von manchen derzeit betrieben wird“, so der KAÖ-Präsident.

Ganz in diesem Sinne meldete sich die KAÖ Oberösterreich im Vorfeld der EU-Wahl zu Wort. In einer Aussendung erinnert man vor allem die wahlwerbenden Parteien an Artikel 2 des Vertrags über die Europäische Union, wo es heißt: „Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. Diese Werte sind allen Mitgliedstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet.“ Die Katholische Aktion erwarte von den Parteien und allen Kandidaten, „dass sie im Sinne dieser Vertragsbestimmung ihre politische Arbeit ausrichten und entschieden für diese Werte eintreten.“

Glauben heute

Auch innerkirchlich sei das Engagement der Laien notwendiger denn je, glaubt Österreich-Präsident Wimmer. Die Katholische Aktion habe sich stets als „offensive und offene Mitte der Kirche“ verstanden. Ihr wesentliches Ziel sei es, den christlichen Glauben in zeitgemäßer Form aktiv zu leben und gemeinsam ein Miteinander aller in der Kirche zu fördern“, unterstrich er.

Die Katholische Aktion Österreich ist die gemeinsame Dachorganisation von Katholischer Jungschar, Jugend, Hochschuljugend, Frauenbewegung, Männerbewegung, Arbeitnehmerbewegung und Akademikerverband sowie der KA in den Diözesen; darüber hinaus ist das „Forum Beziehung, Ehe und Familie“ eine Einrichtung der KAÖ.

www.kaoe.at

Quelle: kathpress.at (1 | 2) / red