Es schien, als ob Petrus das Anliegen des "Umbrella March" unterstützen wollte, als pünktlich zu Beginn der Solidaritätsaktion die Sonne kam und die bunten (Regen)schirme als Sonnenschirm genutzt werden konnten. Rund 200 TeilnehmerInnen unterstützen auch in Bregenz die europaweite Aktion, die unter dem Motto "Miteinander unter dem Schirm" das Schicksal von Flüchtlingen aufzeigen soll.

Es gab viel zu lesen beim Umbrella March, denn die TeilnehmerInnen - Einheimische wie Flüchtlinge - trugen ihr Anliegen quasi vor sich her. Zahlreiche Schilder begleiteten den March, der vom Hafen in Bregenz bis zum Landhausplatz führte. "3 Monate sind nicht genug für Familienzusammenführung", "Wir wünschen uns eine menschenwürdige Politik", "Wenn ich dich bitte, mich zu respektieren und akzeptieren. Ist das falsch?", "Es herrscht kein Notstand. Schau in deinen Kühlschrank" oder "Du ziehst in immer neue Kriege und es ist doch die selbe Schlacht" waren unter anderem darauf zu lesen.

Lasst uns zusammenstehen

Auch Caritasdirektor Walter Schmolly formulierte drei Wünsche: "Lasst uns zusammenstehen mit den Menschen, die auf der Flucht sind", "Lasst uns zusammenstehen mit den Menschen, die auf ihrer Flucht bei uns angekommen sind!" und "Lasst uns auch zusammenstehen mit den Menschen, die sich Sorgen machen!". Flüchtlinge seien keine Verbrecher, gegen die man eine „Festung Europa“ errichten oder die man auf Inseln kasernieren müsse, appellierte er für eine Willlkommenskultur und Integration.

Der Umbrella March bildete die bunte Vielfalt an Menschen ab, die derzeit in Vorarlberg leben. Gemeinsam mit dem KONTAKTCHOR rund um Ulrich Gabriel wurde schließlich gesungen - Flüchtlinge wie Einheimische - und symbolisch für die zahlreichen Menschen, die auf der Flucht ihr Leben lassen mussten, weiße Blumen dem Bodensee übergeben.