Der Bericht, am 9. Juli 2012 von Staatssekretär Sebastian Kurz präsentiert, spiegelt die Situation der in Österreich lebenden MigrantInnen im Jahr 2011 wieder. Im folgenden finden sich die wichtigsten Zahlen und Fakten aufgelistet und kurz zusammengefasst:
Im vergangenen Jahr lebten ca. 1.569 Millionen Menschen mit Migrationhintergrund in Österreich. Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung betrug 11,5%. Während 95.000 Menschen Österreich verließen, stieg die Zahl der Einwanderer (130.000), die meisten davon stammten aus Deutschland, Rumänien und Ungarn, an. Auch die Einbürgerungen (knapp an die 6.700) und Asylanträge (ca. 14.000) nahmen zu.
MigrantInnen armutsgefährdeter
Zuwächse konnten auch die österreichischen Universitäten verzeichnen: mit einem Plus von 5.000 Studierenden - im Vergleich zum Vorjahr - waren im Wintersemester 2010/2011 59.000 AusländerInnen inskribiert. 65% der MigrantInnen standen im Berufsleben (mehrheitlich als ArbeiterInnen). Der Anteil der Arbeitslosen war bei MigrantInnen mit 9,4% höher als jener der ÖsterreicherInnen (6,3%), gleichzeitig galt die Gruppe der MigrantInnen eher als armutsgefährdet als die Inländer. Auch bei der Wohnungssituation zeichnete sich die Situation der MigrantInnen ähnlich ab: während der durchschnittliche Wohnraum ca. 44m² pro Kopf betrug, verfügten MigrantInnen nur über eine Fläche von 31m².
20-Punkte-Programm
Kurz erklärte auch, dass es nach wie vor viel zu tun gäbe. Denn es wurde außerdem auch Bilanz von dem im letzten Jahr vorgestellten 20-Punkte-Programm gezogen. Während die Punkte „Wohnen“, „Gesundheit“ und „Rechtsstaat“ schlechter abschneiden, wird die erfolgreiche Umsetzung der Punkte „Arbeit und Beruf“, „Interkultureller Dialog“ und „Sprache und Bildung“ besonders betont. Unter anderem wird darauf aufmerksam gemacht, dass online Informationen zum Thema Zuwanderung wie auch zu Sprachkursanbietern zu finden sind, ein 5-Punkte Programm in Zukunft die Berufsanerkennung gewährleisten soll und erste Ergebnisse des Dialogforums Islam, in dem über verschiedenste Themen wie Geschlechterrollen, Staat und Islam diskutiert werden, Mitte Juli erwartet werden. Zudem finden sich unter http://www.integrationsfonds.at Beispiele gelungenen Lebens von MigrantInnen in Österreich.
Von Katrin Kranz veröffentlicht am 09.07.2012

