Erstes EthikForum Vorarlberg am 1. Oktober im Kulturhaus Dornbirn

Mit einem provokanten Titel startet das „erste EthikForum Vorarlberg“ heute Nachmittag im Kleinen Saal des Kulturhauses in Dornbirn: „Die Chance der Krise“. Gemeint ist im speziellen das Wirtschaftstief, ein weltumspannendes Faktum der letzten Monate. „Global denken, lokal handeln“ lautet die Devise, so die Einladung zum Forum.

Wind des Wandels

Dr. Michael Willam, Leiter des Teams „Ethik & Lebensgestaltung“ in der Katholischen Kirche Vorarlberg eröffnete das Forum mit den Worten: „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Schutzmauern, die anderen Windmühlen“ und begrüßte die Journalisten Jutta Berger von „Der Standard“ sowie Thomas Matt von den „Vorarlberger Nachrichten“, die sich als Moderatoren zur Verfügung gestellt haben. Applaus erntete die Begrüßung einer HTL-Schulklasse aus Bregenz – ein positives Zukunftszeichen.

Das eingangs erwähnte chinesische Sprichwort nahm Willam zum Anlass, die Wirtschaftskrise des vergangenen Jahres zu beleuchten und erinnerte an die enormen Summen, die aufgebracht wurden, um die Wirtschaft der Welt zu stützen. Was ist aus dieser Chance der Krise geworden?, fragte Willam. Zurück blieb eine Arbeitslosenquote, die Willam als „Mahnmahl“ bezeichnete und danach fragte, ob es Menschen gebe, die in der Krise Windmühlen gebaut hätten.

Im Anschluss zitierte Thomas Matt in seinen einführenden Worten zu den Vorträgen und Workshops eine zuversichtliche Meldung des Internationalen Währungsfonds, der „für das kommende Jahr eine Schrumpfung von 1,1 Prozent sowie einen Wachstum von 3,1 Prozent in Aussicht“ stelle. Die Anzahl der arbeitslosen Menschen in Österreich, auch das eine Wahrheit, so Matt, stieg hingegen im September auf rund 300.000 Menschen (230.000 vorgemerkte Arbeitslose und 70.000 Menschen, die sich derzeit in Schulungen befinden), das sind um 51.178 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Unter verwandte Inhalte finden Sie weitere Berichte vom 1. Ethikforum.