Am Premierenabend wird der Friedhof auf dem Liebfrauenberg zur Bühne. Zwischen Gräbern und Namen beginnt mit einbrechender Dunkelheit ein Totentanz, der weniger vom Sterben erzählt als von der eigentümlichen Schwierigkeit, mit der eigenen Endlichkeit zu leben. Der Abend führt durch verschiedene Kreise: zu Faust und seiner Unrast, zu Heinrich von Kleist, zu literarischen Stimmen über Tod, Aufschub und die Illusion verfügbarer Zeit. In ihrer Mitte steht Carl Lampert. Bei ihm verliert die Frage nach Haltung und Gewissen jede literarische Unverbindlichkeit. Was geschieht, wenn eine Entscheidung Folgen hat und die eigene Sicherheit nicht mehr das einzige Maß sein kann? Stephanie Gräve führt Regie und tritt als Tod auf, Elke Riedmann als die Lebende. Schauspiel, Chor, Musik und Bewegung folgen den Wegen des Friedhofs. Der Tod muss dabei nicht drohen. Er kann warten. Die Unruhe gehört den Lebenden, die festhalten, hoffen, verschieben und gute Gründe haben, warum gerade jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt wäre. Mit Stephanie Gräve, Elisabeth Heidinger, Johannes Lepper, Gérard Mariani, Yashar Noroozi, Arndt Rössler und dem Bürger:innenchor.
In Kooperation mit der Pfarre Rankweil und dem Mesnerstüble Rankweil