Delphina Burtscher wird 1926 auf einem Hof bei Sonntag im Großen Walsertal geboren.
Als der Krieg bis in ihre Familie reicht, ist sie noch sehr jung. Mehrere Männer aus ihrem engsten Umfeld desertieren aus der Wehrmacht, darunter zwei ihrer Brüder und ihr Verlobter. Delphina hilft ihnen. Sie bringt Lebensmittel und Kleidung in ihre Verstecke in den Wäldern, übermittelt Nachrichten und hält die Verbindung aufrecht.
Darauf stehen Gefängnis und Tod. Zwei der Männer werden verraten und hingerichtet. Delphina selbst wird kurz nach der Geburt ihrer Tochter verhaftet und interniert.
Was sie tut, beginnt bei den Menschen, die ihr nahestehen. Unter den Bedingungen des NS-Regimes wird daraus Widerstand. Ihre Geschichte blieb lange wenig bekannt. Daniela Egger hat daraus ein Theaterstück geschrieben und Delphina Burtschers Leben auf die Bühne gebracht.
Gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartnern hat das Carl Lampert Forum die Publikation und damit die Auseinandersetzung mit dieser Geschichte unterstützt. Auch Carl Lamperts Geschichte führt zu jener Grenze, an der Gehorsam endet und Gewissen beginnt. Delphina Burtschers Geschichte gehört erzählt. Auch weil sie hier geschah.