Als Teil des Partizipationsprozesses wurden beim Projekt "St.Maria als..." Workshops gemacht und im Eingangsbereich ein Bereich zur Ideensammlung eingerichtet.
Welche Erfahrungen haben andere Diözesen mit dem Thema "Erweiterte Kirchenraumnutzung" gemacht? Diese Frage stand im Mittelpunkt unserer Exkursion nach Stuttgart – organisiert vom diözesanen Bauamt für die Projektgruppe der Pfarre Feldkirch-Nofels gemeinsam mit den Diözesanbaumeister Thomas Schwieren der Diözese Stuttgart-Rottenburg. Die Reise führte zu spannenden Projekten, die zeigen, wie Kirchenräume mit neuen Konzeptionen und unterschiedlichen katholischen Nutzungsgruppen gedacht, belebt und für unterschiedlichste Menschen geöffnet werden können.
Stationen, die uns besonders beeindruckt haben, waren:
Eine Pfarrkirche, die gleichzeitig ein spirituelles Zentrum für jeden Menschen ist – egal ob gläubig, andersgläubig oder einfach neugierig. Ein beheizbarer Meditationsraum, freie Bestuhlung statt Kirchenbänke und ein heller, schlichter Kirchenraum vermitteln Ruhe und Offenheit. Hier spürt man sofort: Dieser Ort lädt ein.
Inmitten der Stadt entsteht ein lebendiger "Hotspot" für Menschen am Rand der Gesellschaft: Essensausgabe, Sozialarbeit, Kunst, Kultur. Der Raum wird während der Planung bewusst experimentell genutzt – Bänke raus, Bretterboden rein, neue Ideen willkommen. Die Renovierung soll gut 2 Jahre dauern und wird demnächst in Angriff genommen.
Diese evangelische Kirche funktioniert tagsüber als normale Pfarrkirche und verwandelt sich in nur 30 Minuten in eine voll ausgestattete Jugendkirche. Im Keller gibt es sogar ein Bistro – früher ein Bunker! Ein Ort, der zeigt, wie attraktiv Kirche für junge Menschen sein kann, wenn man sie ernst nimmt und ihnen Platz gibt.
Die Kirche Maria Himmelfahrt in Stuttgart-Degerloch ist noch im Umbau. Hier entsteht ein Zentrum für Trauerrituale, genau in der Nähe von einem katholischen Hospiz und angrenzend an einen Friedhof gelegen. Ein symbolisches „Omega“ trennt einen geschützten Bereich ab, ohne den Blick auf das Fresko zu verlieren. Der Raum vermittelt: Hier darf man trauern, hier darf man sein.
Ob modernisierte Dorfkirche, komplett neu strukturierte 60er-Jahre-Kirche mit Kita und Gemeindesaal (St.Ulrich) oder katholische Jugendkirche in einer alten Basilika (St.Nikolaus): Alle Projekte zeigen mutige Ideen, viel Feingefühl und vor allem ZEIT!
Als Teil des Partizipationsprozesses wurden beim Projekt "St.Maria als..." Workshops gemacht und im Eingangsbereich ein Bereich zur Ideensammlung eingerichtet.