Die Friedensaktivisten von "Keine Waffen vom Bodensee" sind empört. In einer Pressemeldung vom 24. Januar 2018 wird der Grund genannt: Der Einsatz deutscher Leopard-Panzer im völkerrechtswidrigen türkischen Angriffskrieg gegen die kurdischen YPG-Milizen. Die Motoren des deutschen Kriegsgerätes werden in den MTU-Werken in Friedrichshafen erzeugt.

Deutsche Leopard-Panzer mit MTU-Motoren bei der türkischen Offensive gegen Kurden

(24012018, Lindau) - Seit Samstag, den 20.Januar 2018, führt die türkische Armee einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die kurdischen YPG-Milizen in Syrien und dem Nordirak. Es handelt sich um jene Milizen, die gleichzeitig von den NATO-Waffenbrüdern USA und Deutschland im Kampf gegen den IS unterstützt werden. 
Die Mitglieder des Vereins „Keine Waffen vom Bodensee e.V.“ sind besonders empört, weil die Türkei auch deutsche Panzer des Typs Leopard einsetzen. Alle seit 1982 an die Türkei gelieferten 700 (i. W. siebenhundert) Leopard-Panzer sind mit Motoren der Firma RRPS-MTU aus Friedrichshafen und mit technischen Teilen aus weiteren Rüstungsbetriebe vom Bodensee ausgerüstet!
Erinnerungen an den 2.Weltkrieg werden wach: Damals lieferte Maybach-Motorenbau, die Vorgängerfirma von MTU, 140.000 (i. W. Einhundertvierzigtausend) Motoren für Panzer und andere schwere Waffen an die deutsche Wehrmacht. 
Wie müssen sich Beschäftigte dieser Firmen fühlen, wenn sie die Bilder der Zerstörung durch diese Kriegswaffen, an denen sie mitgearbeitet haben, sehen? Deutschland lieferte seit 1999-  allein an den NATO-Partner Türkei - Rüstungsgüter für annähernd 14 Milliarden Euro. Dabei wurden Nutzungsbeschränkungen, die Einsätze wie diesen verbieten, wurden nicht vereinbart. (f. d. PA: Lothar Höfler)