Zu einem starken Zeichen für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Respekt vor der Schöpfung soll der Internationale Bodensee-Friedensweg 2018 am morgigen Ostermontag in Bregenz (Auftakt um 11 Uhr, Bahnhofstrasse) werden. Bei gutem Wetter erwartet man an die 1000 Teilnehmer_innen aus dem Bodenseeraum.

„Diese Wirtschaft tötet“ - ist einer der Sätze von Papst Franziskus, die am meisten Echo hervorgerufen haben, wohl auch deshalb, weil tagtäglich vorgeführt wird, dass der Papst so unrecht gar nicht hat. Und eben: Frieden ist zuerst eine Frucht der Gerechtigkeit. "Die Tatsache, dass im Jahr 2017 nur acht  Personen so viel Vermögen angehäuft hatten wie die gesamte ärmere Hälfte der Menschheit, bezeichnet" ist für C. Ronnefeldt (er bestreitet die Kundgebung auf dem Kornmarktplatz, ca. 12 Uhr) bezeichnend für die gewaltigen Herausforderungen, vor denen wir in unseren Gesellschaften stehen. Ohne radikale Hinwendung zu einem wirklich nachhaltigen Lebensstil werden Bemühungen um globale soziale Gerechtigkeit keinen Frieden bewirken können. Für den Moment haben - wie in D, der CH und auch in A - Nationalismus, Militarismus und bewaffnete Sicherheit starken Aufwind.  Regierungsmaßnahmen verstärken die Ungleichheit unter den Menschen. Spannungen, Unruhe und mehr oder weniger offene Konflikte sind eine Folge von "GELD.MACHT.KRIEG". Diesen Teil des Mottos des Bodensee-Friedensweges erleben zu viele Menschen am eigenen Leib, leiden unter der Gier nach Reichtum und Geld, was zu blutigem Krieg führt.

DIALOG.MACHT.FRIEDEN. Man weiß aber auch nicht erst seit gestern, dass Dialog und Verständigung zum Frieden hinführen. Der Weg hin zu mehr Gerechtigkeit und Frieden geht nicht konfliktfrei vor sich, die Bildung von Gegen-Macht-Strukturen gehört zum Lebenselixier bewährter Demokratien. Die Arbeitsgruppen am Nachmittag des Ostermarsches (ab 13.45h) bieten Gelegenheit, neue Wege in Augenschein zu nehmen und auch: einzuschlagen! Kompetente Referenten_innen und qualifizierte Dialogbegleiter_innen eröffnen in neun (9) Gruppen neue Perspektiven. Auf diese Weise möchte der IBFW2018 ein neues (österliches?) Denken in die Wege leiten: Nicht mehr die Logik des Krieges soll bestimmend sein sondern Schritte zur Entfaltung einer Friedens-Kultur stehen im Zentrum. Die AG sind um 16 Uhr zu Ende.