Durch richtige Ernährung den Klimawandel positiv beeinflussen und seinem Körper nebenbei etwas Gutes tun? Der "Veganuary" macht es möglich - Schöpfungsverantwortung mal anders.

Ja, man wüsste es eigentlich. Wenn man auf tierische Produkte verzichten würde, wäre das wahrscheinlich für alle besser. Für die Welt, für die Tiere und natürlich auch für einen selbst. Schließlich verursachen Tierprodukte global rund doppelt so viele Treibhausgasemissionen wie pflanzliche Lebensmittel. Global stammen 35% der anthropogenen Treibhausgasemissionen aus der Nahrungsmittelproduktion. Von diesen gehen 57% auf die Herstellung von Tierprodukten zurück, 29% auf die Herstellung pflanzlicher Produkte.

Hätte, könnte, sollte ...

Klingt abstrakt?  Dann vielleicht so: Wenn sich eine Million Menschen einen Monat lang pflanzlich ernähren, müssen 3,4 Millionen Tiere weniger getötet werden. 103.840 Tonnen CO2 würden eingespart werden - und damit könnte man rund 15.000 Mal mit dem Auto die Erde umrunden. 6,2 Millionen Liter Wasser würden gespart werden - damit könnten bis zu 2,5 Millionen Menschen für einen Tag mit Trinkwasser versorgt werden. Fleisch und Milchprodukte liefern weltweit nur 18% Kalorien und 37% Protein. Neben 57% der ernährungsbedingten Treibhausgasemissionen beanspruchen sie jedoch 83% der landwirtschaftlichen Nutzfläche.Viel hätte, könnte, wäre, sollte?

582.538 Anhänger

Damit aus der Idee Realität wird, wurde der "Veganuary" 2014 in Großbritannien ins Leben gerufen. Im Januar 2020 startete die erste deutschsprachige Veganuary-Kampagne. Veganuary ist eine gemeinnützige Organisation, die Menschen weltweit inspiriert, sich im Januar und darüber hinaus vegan zu ernähren - und die Idee findet immer mehr Anhänger. 2021 registrierten sich weltweit 582.538 Menschen offiziell für den Veganuary.  "Der Schutz unseres Planeten und seines Klimas findet auch auf unseren Tellern statt. Veganuary bietet einen einfachen Einstieg in die klimafreundliche, denn pflanzliche  Ernährung", betont Dr. Katharina Weiss-Tuide von Veganuary Deutschland. Den ganzen Jänner begleitet die Non-Profit-Kampagne alle Interessierten durchs vegane Leben.

Besser gelaunt und schlanker?

Einen Monat lang leben also sehr viele Menschen vegan. Und dann? Rund die Hälfte der nachträglich befragten Teilnehmenden gab eine allgemein verbesserte Gesundheit an wie z.B. mehr Energie (49 %), eine bessere Stimmung (46 %), eine bessere Haut (38 %) und eine gewünschte Veränderung
des Körpergewichts (38 %). 40 % der Teilnehmenden planten auch nach dem Veganuary weiterhin vegan zu leben. 75 % derjenigen, die nicht vegan bleiben, planen, ihren Konsum von tierischen Produkten in Zukunft mindestens zu halbieren. 76 % sind „sehr oder extrem wahrscheinlich” bereit, eine vegane Ernährung auch künftig erneut auszuprobieren.

Mehr Fakten rund um den Veganuary gibts hier

Wer beim Versuch mitmachen möchte, kann natürlich immer noch quereinsteigen: veganuary.com