Nicht mit uns, lautet demnächst die Antwort - denn die katholische Kirche in Österreich zieht sich mit ihren Vermögen aus allen Unternehmen zurück, die fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl oder Erdgas fördern bzw. produzieren. Das hat die Österreichische Bischofskonferenz vergangenes Wochenende bekannt gegeben.

Ein klares Zeichen setzt die Katholische Kirche Österreich . Und zwar für die Umwelt. Bereits 2015 hatte die Österreichische Bischofskonferenz als Reaktion auf die von Papst Franziskus veröffentlichte Enzyklika "Laudato si" mit der Umsetzung der Enzyklika begonnen und sich für eine nachhaltige und klimafreundliche Führung und Ausrichtung der Diözesen entschieden. Damit verbunden ist auch eine Wende hin zu erneuerbarer Energie.

Divestment?

Vergangenes Wochenende folgte Teil 2: "Kirchliche Finanzmittel dürfen keine zerstörerische Wirkung auf das Klima haben. Daher hat die Österreichische Bischofskonferenz jetzt beschlossen, die Divestment-Erklärung im Rahmen des Global Catholic Climate Movement (GCCM) zu unterzeichnen und die ethischen Veranlagungsrichtlinien entsprechend anzupassen", heißt es wörtlich in der Erklärung. GCCM ist ein 2015 gegründeter Zusammenschluss verschiedenster katholischer Umweltgruppen aus allen Teilen der Welt.

"Nein" zu ...

Konkret bedeute das, dass die Kirche "in den kommenden fünf Jahren mit ihren Geldveranlagungen aus allen Unternehmen aussteigt, die fossile Brennstoffe (Kohle, Öl, Erdgas) fördern bzw. produzieren." Zusätzlich zum  bereits bestehenden Ausschluss von Kohleförderung und Fracking in allen Vermögensklassen natürlich. Eine Bestimmung, die für alle gilt  - für alle Diözesen, die Österreichische Bischofskonferenz und alle ihre Einrichtungen. Und damit man sich auch daran hält, wird eine Ständige Kommission eingerichtet.

Die Koordinierungsstelle für internationale Entwicklung und Mission (KOO) und die Umweltbeauftragten der Katholischen Kirche Österreichs begrüßen die Entscheidung - damit sei die Österreichische Bischofskonferenz nach Belgien und Irland die dritte Bischofskonferenz weltweit, welche ihr Divestment öffentlich erklärt.

Eine von 1.032 Institutionen

Die Bischofskonferenz habe sich damit einer globalen Bewegung von mehr als 1.000 Institutionen angeschlossen und sei konsequent dem Wissen gefolgt, dass das Verbrennen aller vorhandenen fossilen Energieträger zu unvorstellbaren Katastrophen führen wird", so Anja Appel, Geschäftsführerin der KOO, in einer Aussendung. Mittlerweile erklärten weltweit schon 1.032 Institutionen ihr Divestment - davon sind 28 Prozent Kirchen und Glaubensgemeinschaften. (red/kathpress/bischofskonferenz)