Ein kleiner Etappensieg kann beim Bau des Kaplan Bonetti Hauses verzeichnet werden: Der Zubau des Kaplan Bonetti-Wohnhauses in der Dornbirner Gilmstraße ist fertiggestellt und die Verwaltung, Geschäftsführung sowie die Sozialarbeiter konnten bereits in die neuen Büros übersiedeln.

Vergangene Woche war es endlich soweit: Die ersten Büromöbel konnten in das neu gebaute Kaplan Bonetti-Haus einziehen - Verwaltung, Geschäftsführung und die Sozialarbeiter ihre neuen Büros beziehen.  Auch einige Bewohner sind in ihre neuen Zimmer eingezogen. Im August startet nun die Generalsanierung des alten Wohnhauses, die im Spätherbst 2014 beendet sein soll.

Gespendete Büromöbel
Der Zubau auf der Südseite des Kaplan Bonetti-Hauses in Dornbirn bietet den Kaplan Bonetti Sozialwerken eine Nutzfläche von 944 Quadratmetern. Im Erdgeschoss befinden sich die Büros für Geschäftsführung, Verwaltung und für die drei Sozialarbeiter der Kaplan Bonetti Wohnprojekte. Sie sind seit vergangener Woche bereits bezogen. Die Büromöbel hat die Firma Rondo in Frastanz gespendet. „Die Spende ist für uns eine große Unterstützung. Die Büromöbel sind fast neuwertig“, freut sich der Geschäftsführer der Kaplan Bonetti Sozialwerke Peter Mayerhofer.

25 Bewohner in neuem Haus
Diese Woche übersiedeln auch 25 Bewohner des alten Wohnhauses in die 17 Einzelzimmer und vier Doppelzimmer im ersten und zweiten Stock des Gebäudes. „Dies ist ein erster großer Schritt zur Verbesserung der Lebenssituationen der Männer und Frauen, die bei uns wohnen“, so Mayerhofer. Denn die Zimmer sind nicht nur hell und einladend eingerichtet, sondern verfügen auch über eigene Nasszellen. Mayerhofer: „Die Wohnsituation im alten Gebäude war mehr als überholt. Es gab 48 Zimmer, die als Dreibettzimmer konzipiert waren, Toiletten auf dem Gang und Duschen nur im Keller.“

Gemeinschaftsräume für die Freizeitgestaltung
Im Neubau des Kaplan Bonetti-Hauses wird es auch Platz für die Freizeitgestaltung der Bewohner geben. So wird es im gut belichteten Tiefparterre einen Fernseh- und Computerraum, einen Spielraum mit Billardtisch und einen Werkraum geben.

Generalsanierung
Bevor aber alle Bewohner in den Genuss der notwendigen Verbesserungen kommen, muss zunächst das alte Wohnhaus (ehemals „Haus der jungen Arbeiter“) aus dem Jahr 1957 generalsaniert werden. Start des Bauvorhabens ist im August. Bis dahin müssen allerdings noch einige Wohncontainer aufgestellt werden. Sie werden bis zum Abschluss der Sanierung im Spätherbst 2013 die Küche sowie Wohnräume für weitere 25 Bewohner beherbergen. „Auch das ist bereits eine kleine Verbesserung“, sagt Geschäftsführer Peter Mayerhofer. Denn auch die Container werden mit eigenen sanitären Anlagen ausgestattet sein.

Unumgänglich
Das alte Wohnhaus aus den fünfziger Jahren ist mittlerweile in die Jahre gekommen. Die schlechte bauliche Situation und die veraltete Ausstattung des Gebäudes machten eine Sanierung unbedingt notwendig. Wie in den späten 1950er Jahren üblich, verfügt das Gebäude
über keinerlei Isolierung. Das soll sich nun ändern. Wie bereits der Neubau, der als Passivhaus konzipiert ist, soll auch das alte Haus energieeffizient werden.

Große Entlastung
Die Bauabwicklung und Sanierung des Altbaus übernimmt wie bereits beim Neubau die gemeinnützige Wohnbaugesellschaft Vogewosi. „Für uns ist dieses Modell eine große Entlastung. Wir können uns komplett unserer Hauptaufgabe widmen: der Unterstützung von Menschen in unterschiedlichen Notlagen“, bringt Mayerhofer die Situation auf den Punkt. Für die Planung des neuen Gebäudes und die Neugestaltung des Altbaus zeichnet die Bregenzer Architektengemeinschaft Hörburger-Kuess verantwortlich.

Spenden kommen direkt den Bewohnern zugute
Das Investitionsvolumen des gesamten Bauprojekts beläuft sich auf 5,4 Millionen Euro. Vom Land Vorarlberg wurden den Kaplan Bonetti Sozialwerken 300.000 Euro zur Finanzierung zugesagt. Der Finanzierungsbeitrag der Institution selbst beläuft sich ebenfalls auf 300.000 Euro – generiert zum Großteil aus Spenden. „Jeder Euro, den wir zusätzlich zu diesem Beitrag als Spende erhalten, reduziert unsere Miete nachhaltig. Das wiederum ermöglicht es uns, notleidenden Menschen eine günstigere Unterkunft und Verpflegung zu bieten“, erklärt Geschäftsführer Peter Mayerhofer.

Weitere Informationen zum Kaplan Bonetti-Haus finden Sie online unter:
www.kaplanbonetti.at