Der Papst hats getan. Unser Bundespräsident sowie der Bundeskanzler auch. Und auch Bischof Benno Elbs hat mitgemacht. Sie alle erinnern mit einem Bild und dem simplen #weremember an einen wichtigen Tag: Den Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Jänner.

Remember Remember the 27. of january. Gut, das Datum reimt sich nicht so schön wie auf das Datum der Pulververschwörung (Stichwort Guy Fawkes, 5. November), aber es ist eben erinnerungswürdig. Oder gedenkwürdig. Der 27. Jänner 1945 ist nämlich der Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs. 2005 wurde er von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt und wird seither auch in vielen Staaten Europas begangen.

Warum Erinnern ein Muss ist

Der Jüdische Weltkongress (WJC) erinnert deshalb mit einer Kampagne in den Sozialen Medien an die Opfer des Genozids. Unterstützer aus Politik, Sport, Medien und Zivilgesellschaft rufen unter dem Motto #WeRemember zur Beteiligung am Gedenken auf. „Je weniger der Holocaust in der aktiven Erinnerung der Menschen ist, desto anfälliger sind wir für Geschichtsfälschung und Relativierung, und darin liegt die Wurzel neuen Übels“, erklärte der geschäftsführende Vorstand des WJC, Maram Stern.

Mitmachen? So geht's

Mitmachen ist ganz einfach: "#weremember" auf einen Zettel schreiben, sich damit fotografieren (lassen) und in den Sozialen Medien unter dem gleichen Hashtag posten. Und schon ergibt sich eine weltweite Collage des Erinnerns. "Wir dürfen niemals vergessen, dass jeder Mensch ein Ebenbild Gottes ist und in Würde und Wert unantastbar", betont Bischof Benno Elbs, der gerne Teil der Aktion ist. Sie sei eine "gute Gelegenheit, sich in Erinnerung zu rufen, was passieren kann, wenn dieser Grundsatz nicht mehr gilt. Auch der selige Carl Lampert hat das leidvoll erfahren müssen", weist der Bischof auf  das Schicksal des Provikars hin, der 1944 hingerichtet wurde und dessen Seligsprechung sich heuer zum zehnten Mal jährt.

2021: Mit Carl Lampert durchs Jahr

Das KirchenBlatt "reist" mit Elisabeth Heidinger, Geschäftsführerin des Carl Lampert Forums, heuer übrigens in die Vergangenheit. Mit der Serie "Lebensstationen" macht es sich auf den Weg und spürt Schlüsselerlebnisses Carl Lamperts nach. "Wir leiden und fiebern mit und möchten am liebsten direkt Trost spenden. Dabei können wir aber mitreflektieren. Die Zitate von Carl Lampert wirken, sie erschüttern, beeindrucken von dem Durchhaltewillen und der Unnachgiebigkeit, ermahnen uns zu Dankbarkeit, in Freiheit leben zu dürfen, gemahnen zu Wachsamkeit, um Strömungen gegen Demokratie kritisch zu begegnen", so Heidinger. Mehr dazu finden Sie hier »

Veranstaltungstipp:

Schule im NS-Gau Tirol-Vorarlberg

Vortrag mit Zeitgeschichtler und Hochschullehrer Horst Schreiber
Mittwoch, 27. Jänner, 19 Uhr
online per Zoom
Anmeldung: bildung.vorarlberg@oegb.at