Die Nothelferin

Gedenktag Katharina: 25. November
Name: Der Name stammt aus dem Griechischen (Aikaterina), seine Herkunft ist nicht ganz sicher. Seit römischer Zeit wird er gedeutet als „die Reine“. Es ist ein heute weltweit verbreiteter Frauenname, der einige Varianten kennt wie Kathi, Katrin, Karin, Tina, Katja, Kate, Karen, Kathleen u.a.
Visitenkarte: Die Starke, Schöne und Kluge

Katharina von Alexandrien ist eine der in jeder Hinsicht legendärsten weiblichen Heiligengestalten. Hinter ihrer Figur ist keine historische Persönlichkeit fassbar, da sie erst ab dem 8. Jahrhundert verehrt wurde. Der Legende nach wurde ihr Leichnam an den Berg Sinai gebracht, wo heute noch das Katharinenkloster steht. Ausgangspunkt der Legendenbildung ist die schaurige Erzählung ihres Leidens, der vielen Martern, die sie erlitten hatte und wegen derer man auch Katharina zu den „Märtyrern vom unzerstörbaren Leben“ zählte.

Nothelferin
Katharina gilt als die über lange Zeit nach Maria meistverehrte Heilige und kaum eine unter den Nothelfern wurde in so vielen Angelegenheiten angerufen. Einmal galt sie als Patronin der verschiedenen weiblichen Stände wie der Mädchen, Jungfrauen, Mägde, Nonnen, Heiratswilligen und Ehefrauen. In diesem Zusammenhang wurde sie auch angerufen von Schwangeren, stillenden Müttern und Ammen. Im Mittelalter spielte sie als Schlachtenhelferin für die Ritter eine große Rolle. Als hoch gebildete Frau, die es mit den Klügsten ihrer Zeit aufnahm, wurde sie zur Patronin der Philosophen, Theologen, Gelehrten, Lehrern, Studenten, Rednern, Advokaten und Bibliothekaren.

Archetypisch
Katharina ist in jeder Beziehung eine starke Frau, die es mit allen und mit allem aufnimmt. Sie ist aber nicht eine Art ‚weiblicher Georg‘, sondern vereint in sich als Frau Stärke, Mut, Schönheit und Klugheit. Sie weiß genau, was sie will, geht konsequent den Weg und ist tief in ihrem Glauben verankert. Mit ihr ist vielleicht nicht leicht Hühnchen zu rupfen, aber sie ist eine verlässlich starke Nothelferin, eine Frau, auf die man bauen kann.

Attribute
Ihre typischen Attribute sind das zerbrochene Rad, das Schwert und der Palmzweig als Symbole des Martyriums, das Buch als Zeichen ihrer Klugheit, die Krone als Zeichen für den Sieg über das Fleischliche und der Ring als Symbol für die mystische Vermählung mit Christus.

Weitere Informationen
Markus Hofer, Andreas Rudigier: Die Vierzehn Nothelfer. Das himmlische Versicherungspaket, Innsbruck 2020 (Tyrolia Verlag)

 Foto oben: Das Bild ist ein Auschnitt einer Altarfigur in der Alten Pfarrkirche Götzis.