Der Nothelfer

Gedenktag Erasmus: 2. Juni
Name: Der Name ist die latinisierte Form des griechischen Namens „Erasimos“ und bedeutet der Liebenswürdige, der Begehrenswerte. In den nordeuropäischen Sprachen ist der Name als Rasmus verbreitet.
Visitenkarte: Flüchtender und Held, Seelsorger und Nothelfer

Die Verehrung des Erasmus dürfte schon auf das 6. Jahrhundert zurückgehen, doch eine historische Person wird schwer greifbar. Historisch gesicherte Zeugnisse gibt es keine. Den Legenden nach versteckte er sich zuerst vor der Christenverfolgung, um dann doch zu seinem Glauben zu stehen. Für diesen musste er vielfältige Martern durchstehen.

Nothelfer
Aufgrund der Szenen auf dem Meer galt er vor allem als Patron der Seeleute und Schiffsreisenden, von denen er häufig auch gegen Feuersgefahr auf den Holzschiffen angerufen wurde (Elmsfeuer).

Archetypisch
Zuerst flüchtete Erasmus vor der drohenden Folter, Angst vor Schmerz und Qual muss ihm vertraut gewesen sein. Doch dann wurde ihm klar, dass er sich diesen Dingen stellen musste. Gestärkt durch den Ruf des Engels überstand er alle Qualen, die man ihm antat. Auch die Stürme des Meeres, die Wellen und Strudel konnten ihm nichts anhaben. Gereift auf diesem Weg wurde er zum Seelsorger für anderen Menschen.

Attribute
Häufige Attribute sind die Mitra und der Bischofsstab, die ihn als Bischof ausweisen. Seilwinde und Kessel sind die Attribute seines Martyriums, das Ausdärmen und das siedend heiße Öl.

Weitere Informationen
Markus Hofer, Andreas Rudigier: Die Vierzehn Nothelfer. Das himmlische Versicherungspaket, Innsbruck 2020 (Tyrolia Verlag)

 Foto oben: Das Bild zeigt die grausame Marter des Erasmus in einem Gemälde von Orazio Borgianni 1610