Der Nothelfer

Gedenktag Cyriakus: 8. August
Name: Der Name Cyriakus ist die latinisierte Schreibweise des griechischen „Kyriakos“ und bedeutet „dem Herrn gehörig“.
Visitenkarte: Diakon, Heiler, Nothelfer

Cyriakus war Diakon und als solcher hatte er nicht nur einen besonderen Dienst in der Liturgie, sondern dem Diakon war auch die Sorge um arme und alte Menschen, Kinder und Kranke anvertraut. Er starb vermutlich als Märtyrer Anfang des 4. Jahrhunderts.

Nothelfer
Da ihm die Gabe zugeschrieben wurde, „die Teufel zu binden“, wurde er vor allem in seelischen Nöten angerufen, die mit dem Teufel in Verbindung gebracht wurden: Gewissenängste, Besessenheit, böse Geister, Versuchungen, Skrupel oder auch bei Anfechtungen in der Todesstunde.

Archetypisch
Cyriakus erscheint in seinem kirchlichen Dienst als junger Mann mit einem Herz für die Nöte anderer und mit besonderen sensitiven Gaben, die ihn zum Heiler von Besessenen machen. Auch wenn wir heute nicht mehr von Besessenheit reden, kennen wir viele psychische Krankheitsbilder (Süchte, Depressionen u.a.), in denen Menschen gleichsam von dämonischen Bildern und Zwängen geknechtet sind und nicht mehr selber den Weg in die Freiheit finden.

Attribute
Meist erscheint er als jugendlicher Diakon mit einem Teufel oder Drachen an der Kette. Als Diakon trägt er das liturgische Gewand der Dalmatik mit zwei parallelen Längsstreifen.

Weitere Informationen
Markus Hofer, Andreas Rudigier: Die Vierzehn Nothelfer. Das himmlische Versicherungspaket, Innsbruck 2020 (Tyrolia Verlag)

Foto oben: Das Bild ist ein Ausschnitt der Decke der Pfarrkirche Bartholomäberg.