Der Nothelfer

Gedenktag Blasius: 3. Februar
Name: Der Name stammt am ehesten vom griechischen blaisós bzw. lateinischen blaesus (der Lispelnde). Die in Italien gebräuchliche Variante des Namens lautet Biagio, die französische ist Blaise.
Visitenkarte: Heiler, Bischof, Märtyrer

Blasius war einer der beliebtesten und meist verehrten Heiligen, doch über sein Leben ist historisch wenig verbürgt. Bis heute am volkstümlichsten ist der Brauch des Blasiussegens, der auf das 16. Jahrhundert zurückgeht und auf einer Geschichte mit einer Fischgräte beruht. Der Blasiussegen soll bei Halsschmerzen, Ersticken und anderen Halserkrankungen helfen. Der Priester hält dabei zwei gekreuzte geweihte Kerzen vor die einzelnen Gläubigen und spricht die Segensworte: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.“

Nothelfer
Als Nothelfer wurde Blasius angerufen, wenn es um die körperliche Gesundheit ging, in erster Linie um den Hals, aber auch bei weiteren Erkrankungen wie Diphterie, Blasenkrankheiten, Blähungen, Blutungen, Geschwüre, Koliken, Zahnschmerzen, Pest und Kinderkrankheiten. Mit dem Hals verbunden sind auch die Patronate für die Hals-Nasen-Ohren-Ärzte und die Blasmusikanten.

Archetypisch
Blasius ist in seiner Geschichte zuerst einmal der große Heiler, der Nothelfer, der Arzt ist und viel von Körper und Gesundheit versteht. Diese Gabe machte ihn später erst zum Bischof und noch im Gefängnis wurde er darum angerufen. Sein Leben in der Höhle mit den Tieren zeugt von einem tiefen Zugang zur Natur, mit dem auch seine heilende Kraft verbunden ist, eine Kraft, durch die Gott in ihm wirkt.

Attribute
Blasius wird meist dargestellt als Bischof mit Stab und zwei gekreuzten Kerzen in der Hand.

Weitere Informationen
Markus Hofer, Andreas Rudigier: Die Vierzehn Nothelfer. Das himmlische Versicherungspaket, Innsbruck 2020 (Tyrolia Verlag)

Foto oben: Diese Figur des Heiligen steht in der Kirche von Gortipohl im Montafon.