Wie Corona unseren Familienrythmus ganz schön durcheinander gebracht hat.

Seit dieser Corona- Krise hat sich mein Alltag verändert. Meine Gewohnheiten und Rituale waren irgendwie immer so selbstverständlich für mich. Morgens in der Wohnung „klar Schiff“ machen, dazu meinen Lieblingspodcast hören, danach ein wenig an meinen Herzensprojekten arbeiten. Manches Mal habe ich die Zeit vormittags auch damit verbracht, gemütlich durch die Stadt zu bummeln, mich mit einer guten Freundinnen in ein gemütliches Café setzen, sich austauschen, oder einfach in einem Bücherladen schmökern …

Nun ist das alles anders

Die Kinder brauchen mich und verlangen meine volle Präsenz – sie möchten basteln, Spiele spielen, mit mir gemeinsam Höhlen bauen – das alles ist eine neu gewonnene Zeit für uns als Familie und trotzdem muss ich etwas beschämt zugeben, dass ich manches Mal meine Me - Time vermisse.

Me and You - Time neu

Ja - meine Gewohnheiten und Rituale sind nicht mehr dieselben, aber das müssen sie ja auch nicht sein. Ich sehe diese Zeit als Chance, für mich UND meine Familie. Ich habe begonnen zu lernen, mich im Chaos zu entspannen, mitten im Alltagstrubel. Wenn alle gestresst sind, haben wir die „Familiendisco“ installiert, dazu tanzen wir dann wild zu unterschiedlichster Musik, oder wir gönnen uns ein gemeinsames Schaumbad zur Entspannung. Wenn meine Gedanken um "das was grad nicht geht" kreisen, konzentriere ich mich auf meine Atmung. Bewusstes Ein- und Ausatmen hilft mir wieder mehr  meine eigene Mitte zu finden. Ich nehme mich und meine Bedürfnisse nun mehr wahr, denn so habe ich die Möglichkeit wieder selbst an der Uhr zu drehen und mein Leben nach meinem Rhythmus zu leben.

Eure Karin für die Elternbildung des Katholischen Bildungswerk Vorarlberg