Rückblick auf eine gelungene Fortbildungsveranstaltung für PädagogInnen, LesepatInnen, BibliothekarInnen, Eltern-Kind-Gruppenleiterinnen

Am 26. und 27. Februar fand im Kinder- und Familientreff Bifang in Rankweil eine Fortbildungsveranstaltung für PädagogInnen,  LesepatInnen, BibliothekarInnen, Purzelbaum Eltern-Kind-Gruppenleiterinnen und alle Interessierten statt.

Lange  Geschichte, ganz kurzweilig
"Kamishibai" heißt so viel wie "Papiertheater". Es wurde vor 100 Jahren auf den Straßen von  Japan gespielt. Heute findet es vielerorts Einzug in die pädagogischen Einrichtungen und erfreut dort die Herzen der Kinder. Aber auch Erwachsene können sich der Einfachheit und Wirksamkeit dieses Bildertheaters nur schwer entziehen.

Ein Kamishibai besteht aus einer transportablen Holzbühne, die auf jedem Tisch Platz findet und Bildkarten, die eingeschoben werden. Jedes Bild erzählt eine Geschichte, die entweder vorgelesen oder frei erzählt wird.

Viele Interessierte
Wie sehr diese andere Art des Erzählens und Spielens auf Interesse gestoßen ist, zeigte die Tatsache, dass die beiden Workshops, die Ende Februar in Rankweil stattfanden, schon Wochen vorher ausgebucht waren. Die Teilnehmerinnen kamen aus den Bibliotheken, aus Spielgruppen und Eltern-Kind-Zentren, waren Purzelbaumgruppenleiterinnen, Pädagoginnen oder Lesepatinnen.

Die Fachfrau kommt aus Höchst
Vielleicht haben Sie schon von den mehrsprachigen Erzählnachmittagen in Höchst gehört. Der Ort ist kein Zufall, denn dort wirkt die Referentin Mag. Karin Feistenauer. Sie hat sich in ihrer Abschlussarbeit in der Ausbildung zur Bibliothekarin intensiv mit dem Thema Kamishibai beschäftigt und  überzeugte die Teilnehmerinnen mit ihrem umfassenden Wissen. Im ersten Teil stellte die Referentin anschaulich verschiedene Kamishibai Modelle und ihre Vor- und Nachteile vor. Dann ging es um die Geschichten: Bei welchem Verlag sind welche Geschichten zu bekommen? Wie steht es mit den Rechten, wenn ich mein Lieblingsbuch im Kamishibai zeigen will? Die Teilnehmerinnen stellten Fragen, erzählten von ihren schon gemachten  Erfahrungen. Es entstand ein reger Austausch.

Der zweite Teil der Veranstaltung war ganz dem Spiel gewidmet. In dreier Gruppen wurde eine Geschichte ausgesucht und  geprobt, um sie dann dem begeisterten Publikum vorzutragen. Es gab Geschichten für große und kleine Kinder, im Dialekt erzählt oder vorgelesen.

Wir brauchen mehr davon
Kamishibai ist eine wunderschöne Alternative zur Schnelligkeit der Bilder in den neuen Medien. Sie lässt dem Betrachter Zeit, die Geschichte wirken zu lassen. Die große Nachfrage und die Zufriedenheit der Teilnehmerinnen ermutigen uns, bald wieder ein Angebot für Interessierte anzubieten.

Gemeinsam geht es einfacher
Diese Veranstaltung war eine gelungene Kooperation der Bibliotheksstelle der Diözese und der Elternbildung des Katholischen Bildungswerks, sowie der Gemeinde Rankweil mit freundlicher Unterstützung der Landesbüchereistelle.