Konflikte sind in dieser speziellen Situation fast vorprogrammiert: Räumliche Enge, Schulübungen, Homeoffice und keiner weiß wie lange das noch so gehen wird.

Jetzt ist es doch passiert. Seit einer Woche sind die Kids und ich 24h pro Tag zu Hause und bemühen uns redlich gut durch die Tage zu kommen. Der Anlass war nichtig (wie fast immer) und der Ausbruch heftig, lautstarke gegenseitige Vorwürfe gefolgt von knallenden Türen. Dann war Ruhe, alle zogen sich unverstanden zurück, ich auch. Nach einer Runde frische Luft tanken, war mein Kopf wieder klar und eine Erkenntis machte sich breit.

Ich gebe mein Bestes, die anderen auch!

Wenn ich mir bewusst werde, dass wir alle in jedem Moment die Beste der aktuellen Möglichkeiten leben, dann werde ich gnädig und sanft mit mir selbst und auch mit den anderen. So verweile ich nicht lange im Groll und kann meine Kinder in ihrer Not sehen. Damit ich diese Erkenntnis nicht gleich wieder vergesse, schreib ich den Satz auf unseren Badspiegel.

Ich als Erwachsene trage die Verantwortung

Wir Eltern schaffen die Bedingungen, die es Kindern ermöglichen gut durch diese Tage zu kommen. Damit wir aber einen guten Rahmen, gute Stimmung und genug Ausgleichsmöglichkeiten schaffen können, braucht es als erstes die gute Fürsorge für uns selbst.

Was brauche ICH um Ruhe, Gelassenheit und Freude auszustrahlen?

Bei mir ist es eine halbe Stunde am Morgen ganz für mich. Ein Cappuccino, ein bewusster Abschiedskuss von meinem Mann, ein guter Plan für den Tag, den ich aber wieder loslassen kann, wenn es nicht so läuft wie erwartet, gemeinsames Essen und gute Tischgespräche...und damit ich es nicht vergesse, mach ich mir eine "Das tut mir gut - Liste" und häng sie an den Kühlschrank. Upps, heute morgen hängt da eine zweite Liste von meiner Tochter, da lese ich: Den Tag gut einteilen, frisches Obst essen, mit Freundin telefonieren.....

Eure Wilma aus der Elternbildung

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