- Zeit
- Samstag, 30.04.2011 19:00 bis Sonntag, 01.05.2011 17:00
- Ort
- Basilika, Rankweil
Für Andere zum Heil werden, mit Heiligen unterwegs
Papst Johannes Paul II. wird am kommenden 1. Mai selig gesprochen. Das ist Anlass, sich am Vorarlberger Landeswallfahrtstag an unsere Heiligen und Seligen zu erinnern. Heilige und Selige sind Menschen, denen es besonders gut gelungen ist, die Botschaft Jesu Christi umzusetzen. Auf ihre je eigene Weise haben sie viel bewegt und Glück geschenkt. Dass wir einander zum Heil werden, und dass wir am Glück aller interessiert sind, ist nicht nur ein „frommer Wunsch“, sondern ausschlaggebend für die gute Zukunft jeder Gesellschaft.
Samstag, 30. April 2011
19.00 Uhr Abendlob zum Abschluss der Sternwallfahrt der Firmlinge „in spirit on the way“ mit Dominik Toplek, Diözesanjugendseelsorger
Sonntag, 1. Mai 2011
6.00 und 7.30 Uhr Messfeier
9.00 Uhr Festmesse mit Diözesanbischof Dr. Elmar Fischer und dem Basilikachor „Kleine Orgelsolomesse in C-Dur“ von W. A. Mozart
11.00 Uhr Messfeier für Vorarlberger Jakobsweg-Pilger. Mitgestaltet vom Kirchenchor Klaus.
Zu diesem Gottesdienst sind besonders jene eingeladen, die schon einmal auf dem Jakobsweg gepilgert sind oder sich auf diesen Weg machen wollen.
16.00 Uhr Marienfeier mit musikalischer Gestaltung durch Christine und Gerhard Mariani
Hintergrund
Durch die geographisch bevorzugte Lage ist Rankweil schon seit dem 14. Jahrhundert das spirituelle Zentrum Vorarlbergs, von Liechtenstein, dem schweizerischen Rheintal und dem deutschen Bodenseeraum. Dies spiegelt sich in der reichhaltigen Geschichte der Basilika mit all ihren Facetten wider.
Für die Katholische Kirche in Vorarlberg ist der 1. Mai ein ganz besonderes Datum. Seit 1929 findet nämlich an diesem Tag der „Vorarlberger Landeswallfahrtstag“ statt. In den ersten Jahren bis 1938 kamen mehr als 10.000 Leute zur abendlichen Lichterprozession. Nach dem Zweiten Weltkrieg bis in Mitte der 60er Jahre hinein zählte man 15.000 Gläubige, unter ihnen stets auch Mitglieder der Vorarlberger Landesregierung mit dem Landeshauptmann an der Spitze. Mit zunehmendem Wohlstand ging das Bedürfnis nach Gebet verloren und mit Einführung der Sommerzeit ebenso der Sinn und Reiz einer Lichterprozession.
Trotzdem ist der Landeswallfahrtstag „kein Erbe aus besseren Zeiten“, sondern ein stets aufs Neue zu entdeckendes feststehendes Angebot im Vorarlberger Kirchenjahr, sich im eigentlichen Sinn des Wortes auf den Weg zu machen hin zur Mitte – zur Mitte des Lebens und zur Mitte des Landes.
Von Hannes Mäser veröffentlicht am 26.04.2011

