
Caritas-Mitarbeiter Michael Zündel ist erst kürzlich aus Äthiopien zurückgekehrt, wo er die Hilfe aus Vorarlberg koordiniert hat. Er gibt Einblick in die Arbeit der Programme speziell für Kinder. „Seit drei Jahrzehnten unterstützen wir mit unseren Partnerorganisationen den Schulbesuch von fast 50.000 Kindern.“ Und das mit hohem Qualitätsanspruch: „Ein hochwertiger Unterricht sichert den Kindern die Chance auf den Besuch einer Universität oder einer qualifizierten Ausbildung.“ Mädchen sollen dabei die gleichen Chancen wie Buben haben. Auch Kinderschutz ist ein zentrales Thema: „Das bedeutet ein sicheres Umfeld, in dem Kinderschutz implementiert ist und Kinderrechte eingehalten werden. Auch Kinder mit Beeinträchtigung erhalten die Chance, inklusiv am Unterreicht teilnehmen zu können.“ Das bedingt motivierte und engagierte Lehrer*innen, nicht zuletzt durch faire Löhne ist hier ein hohes Niveau gesichert.
„Wir bilden nicht nur Fachkräfte aus, sondern verantwortungsbewusste Persönlichkeiten.“ Für die Direktorin der GASCHT - Gastgeberschule für Tourismusberufe – Nicole Okhowat-Lehner, hat eine ganzheitliche Ausbildung der Schüler:innen – fachlich ebenso, wie die persönliche Entwicklung Priorität: „Tourismus bedeutet für uns Weltoffenheit, Begegnung und Solidarität. Wenn wir junge Menschen auf eine internationale Branche vorbereiten, dann müssen wir auch globale Zusammenhänge thematisieren. Die Initiative der Caritas Vorarlberg macht Kinderrechte konkret greifbar: Bildung, Nahrung und Sicherheit sind keine Selbstverständlichkeiten – sie sind weltweit noch immer für Millionen Kinder unerreichbar.“
Alle drei Standorte der GASCHT werden sich an einer Brotback-Aktion beteiligen, um die Arbeit der Caritas Auslandshilfe zu unterstützen: „Im Einsatz sind alle ersten Klassen, um gerade unseren jüngsten Schülerinnen und Schülern von Beginn an zu zeigen: Soziales Engagement ist Teil unserer Schulkultur“, erläutert Nicole Okhowat-Lehner. Die Brotbackaktion sei bewusst interdisziplinär angelegt: „Wichtig ist uns dabei: Es geht uns um Bewusstseinsbildung. Die Schülerinnen und Schüler erleben, dass ihr Handeln Wirkung hat – und dass Solidarität konkret werden kann.“ Die Erfahrung zeige, dass auch die Schüler:innen einer solchen Initiativen sehr positiv gegenüberstehen – besonders dann, wenn sie aktiv mitgestalten können.
Auch die youngCaritas schafft eine Möglichkeit, sich für Chancengerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen weltweit einzusetzen. „Gerade in Zeiten, in denen uns täglich so viele negative Nachrichten erreichen und wir wissen, dass es an vielen Orten gleichzeitig brennt, geraten jene aus dem Blick, die am wenigsten dafürkönnen: Kinder, die unter prekären Bedingungen leben“, erläutert Verena Hofer von der youngCaritas. Der „Verlorene Bär“ und andere Stofftiere stehen in dieser Kampagne symbolisch für Schutz und Geborgenheit. „Für viele Kinder sind genau diese Grundbedürfnisse durch Krieg, Armut oder Krisen verloren gegangen. Indem wir Stofftiere wie Stolpersteine im öffentlichen Raum platzieren, schaffen wir bewusst Momente des Innehaltens. Wir wollen berühren, aufmerksam machen und deutlich sagen: Jeder Euro zählt. Jede noch so kleine Spende kann dazu beitragen, einem Kind eine warme Mahlzeit und Zugang zu Bildung zu ermöglichen.“
Für Kinder aus Regionen, in der die Ernährungssituation sehr schlecht ist, wurden Ausspeisungsprogramme eingerichtet, die ihnen ein konzentriertes Lernen ermöglichen. Und wenn sich die Ärmsten der Armen das geringe Schulgeld nicht leisten können, unterstützen Sponsorship-Programme und ermöglichen den Unterricht.
Caritas Vorarlberg – Wir helfen: Weil Zukunft in kleinen Händen liegt
Raiffeisenbank Feldkirch, IBAN AT 32 3742 2000 0004 0006
Kennwort: Kinder in Not
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