Ende Jänner wurde bei der Vollversammlung der Berufsgemeinschaft der Pastoralassistent:innen der neue Vorstand für die kommende Funktionsperiode berufen. Zur neuen Vorsitzenden wurde Brigitte Scherrer gewählt. Die Stellvertretung übernimmt Sandra Friedle. Weitere Mitglieder des Vorstands sind Sandra Mathies, Heidi Liegel und Alfons Meindl. Bei der ersten Vorstandssitzung am 19. Februar werden unter anderem die Aufgabenverteilung – etwa die Funktion der Kassierin bzw. des Kassiers – sowie die Mitarbeit in den verschiedenen Arbeitsgruppen festgelegt.
Inhaltlich möchte der neue Vorstand einen Schwerpunkt auf die Veränderungen der Berufsrollen legen, die sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt haben. „Viele von uns haben als klassische Pastoralassistent:innen begonnen – inzwischen haben sich daraus sehr unterschiedliche Berufs- und Aufgabenprofile entwickelt“, beschreibt Scherrer die Situation. Aus klassischen Tätigkeitsprofilen sind – je nach regionalen Voraussetzungen – vielfältige Aufgabenfelder entstanden, etwa in der Leitung von Pfarrgemeinden, in der Personalverantwortung, in Gremienarbeit oder in speziellen pastoralen Zuständigkeiten für ganze Pfarrverbände. Diese Entwicklungen haben bereits strukturelle Anpassungen innerhalb der Berufsgemeinschaft mit sich gebracht, etwa durch berufsgruppenspezifische Treffen.
Für die neue Wahlperiode ist es dem Vorstand ein Anliegen, diese Veränderungen weiterhin aufmerksam zu begleiten und angemessen darauf zu reagieren. „Es ist wichtig, diese Entwicklungen im Blick zu behalten, um als Berufsgemeinschaft gut darauf reagieren zu können“, betont die neue Vorsitzende. Besonders wichtig ist ihr dabei eine offene und transparente Kommunikation sowie das Gefühl der Mitglieder, gehört und ernst genommen zu werden. „Ich möchte, dass sich die Mitglieder der Berufsgemeinschaft wahrgenommen fühlen“, so Scherrer. Neben gemeinschaftsfördernden Treffen soll künftig auch der persönliche und individuelle Kontakt stärker gepflegt werden.
Mit der neuen Funktion verbunden ist auch die Mitarbeit im Pastoralrat sowie die stärkere Einbindung in diözesane Entwicklungsprozesse. „Darauf freue ich mich sehr“, sagt Scherrer, „ebenso auf die Vernetzung mit Vertreter:innen unserer Berufsgruppe auf österreichischer Ebene.“ Als größte Herausforderung sieht der neue Vorstand – wie so oft – die begrenzten zeitlichen Ressourcen.
Der Vorstand wird jeweils für drei Jahre bestellt; die Wahl findet im Rahmen der verpflichtenden Fortbildung statt, die alle drei Jahre abgehalten wird.
Das Wahlverfahren erfolgt in mehreren Schritten: Zunächst wird der oder die Vorsitzende gewählt, anschließend die Stellvertretung und schließlich drei weitere Vorstandsmitglieder. Dabei wird darauf geachtet, dass alle Berufsgruppen innerhalb der Berufsgemeinschaft – Pastoralassistent:innen, Krankenhausseelsorger:innen und Gemeindeleiter:innen – vertreten sind.
Aktuell setzt sich die Gruppe der Berufsgemeinschaft wie folgt zusammen: 16 Pastoralassistent:innen, 16 Gemeindeleiter:innen, 16 Krankenhausseelsorger:innen und 3 Pastoralleiter. 7 sind aktuell in Ausbildung und werden nach dem Abschluss zur Berufsgemeinschaft gehören, sofern sie der Diözese Feldkirch als Mitarbeiter:innen erhalten bleiben.