
Wie das Portal "Vatican News" berichtet, waren an den dortigen Feierlichkeiten am Sonntag die Spitzen der franziskanischen Ordensgemeinschaften, der scheidende Bischof von Assisi, Domenico Sorrentino, sowie Vertreter staatlicher Institutionen beteiligt. Bereits in den Jahren zuvor hatte es in Assisi und Umgebung erste Jubiläumsfeiern gegeben. So wurde 2023 die von Franziskus erfundene erste Krippe in Greccio gefeiert. 2024 gedachte man der wundersamen Stigmatisierung des Heiligen und 2025 seines berühmten Lobs auf die Schöpfung ("Sonnengesang").
Aus Anlass des 800. Todesjahres von Italiens berühmtestem Heiligen stehen 2026 mehrere religiöse Feiern an. Höhepunkt ist der Todestag am 3. Oktober. Das Parlament in Rom hat vor drei Monaten mit großer Mehrheit den darauf folgenden Franziskus-Tag (4. Oktober) erneut auf Dauer zum gesetzlichen Feiertag für ganz Italien gemacht.
Bei der Eröffnungszeremonie des Jubiläumsjahres in der Kirche Santa Maria degli Angeli in Porziuncola wurde am Sonntag eine Botschaft von Papst Leo XIV. an die Oberen der franziskanischen Ordensgemeinschaften verlesen. Darin betont der Papst die Aktualität der radikalen Friedensbotschaft des weltweit populären Heiligen. Ferner wurde bekanntgegeben, dass die zuständige Buß-Behörde im Vatikan aus Anlass des Jubiläumsjahres einen vollkommenen Nachlass der Sündenstrafen (Ablass) gewährt. Er kann außer in Assisi weltweit in jeder Franziskus geweihten Kirche erlangt werden.
Das Jahr 2026 wird für die katholischen Ordensgemeinschaften in Österreich von zahlreichen Jubiläen und Gedenktagen geprägt. Darauf macht die Österreichische Ordenskonferenz in einer aktuellen Terminübersicht aufmerksam. Viele Gemeinschaften verbinden die Feiern bewusst mit der Hoffnung auf geistliche Erneuerungsimpulse und neue Perspektiven für ihr gegenwärtiges Wirken in Kirche und Gesellschaft aus dem Charisma ihrer Gründergestalt.
(kathpress.at)