Fernsehtipp: Schwester Hildegard Teuschl, Pionierin der Hospizbewegung in Österreich, ist schwer an Knochenkrebs erkrankt und kennt damit "beide Seiten" der wertvollen und wichtigen Betreuung Schwerstkranker und Sterbender. Eine ORF Dokumentation stellt die beeindruckende Persönlichkeit vor.

Mit dem Sterben hat sich Schwester Hildegard Teuschl, Pionierin der Hospizbewegung in Österreich, lange Zeit ihres Lebens beschäftigt. 1987 kehrte sie tief beeindruckt vom Besuch eines britischen Sterbehospizes nach Österreich zurück, zwei Jahre später organisierte sie das erste mobile Hospizteam in Wien.

1993 wurde sie zur Mitbegründerin des Dachverbandes Hospiz Österreich, dessen Vorsitzende sie auch bis vor wenigen Monaten war. Sie entwickelte zusätzlich zur Ausbildung zum „Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleiter" vor zehn Jahren auch den Universitätslehrgang „Palliative Care - Interdisziplinär", in dem Ärzte, Pfleger, Sozialarbeiter und Seelsorger gemeinsam erarbeiten, wie sie Menschen im letzten Lebensabschnitt betreuen können.

Seit Schwester Hildegard Teuschl um ihre eigene schwere Krankheit – Knochenkrebs im fortgeschrittenen Stadium – weiß, hat sich so manches im Leben der engagierten Christin verändert: Die Lebens- und Sterbebegleiterin aus Berufung ist selbst zur Betreuten geworden. Ein Rollentausch, der ihr anfänglich nicht leicht gefallen ist. Der Gedanke an den nahen Tod schrecke sie nicht, meint Schwester Hildegard Teuschl im Gespräch, sie hoffe nur, dass sie am Ende die Kraft habe, sich bedingungslos – völlig frei von Angst - in die Liebe Gottes fallen zu lassen.

Sonntag, 8. Februar, 10.15 Uhr

Die TV-Dokumentation von Brigitte Wojta stellt Schwester Hildegard Teuschl am Sonntag, 8. Februar, um 10.15 Uhr in ORF 2 vor.